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THEMA: Ansatz-Frust

Ansatz-Frust 18 Jun 2008 12:07 #58190

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Ich muss gerade mal meinen Frust loswerden:

Immer, wenn ich das Video von David Liebman gucke, bin ich hoch motiviert, diesen Ansatz mal auszuprobieren. Gestern habe ich es mal wieder gesehen, und heute mal wieder ausprobiert. Nach einer Stunde gefiepe und gehupe und mit einer völlig verspannten Kieferpartie bin ich jetzt aber ziemlich gefrustet. :-(

Wenn ich dagegen auf meinen alten Ansatz gehe mit viel Lippe über den Zähnen, klingt es sofort wieder richtig schön.

Kann es sein, dass ein Ansatz einfach auch für bestimmte Menschen besser geeignet ist und ein anderer schlechter?
Kaufst du noch oder spielst du schon?

Tenor: YTS 62C, McHeinlein 9*, Rigotti Queen 2,5
Sopran: Cannonball Big Bell Stone Curved, Steamer, Rigotti Queens 2,5
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Re: Ansatz-Frust 18 Jun 2008 12:28 #58191

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Hi Raggae,
Yep kann sein. Oder es liegt an mangelnder Übung, zu wenig Kontrolle des Ansatzes.....

Gib Dir einfach Zeit damit.

Bei mir war/ist das auch ein schleichender Prozeß. Ich habe früher viel klarinette gespielt. Da gibt´s eigentlich nur den klassichen Ansatz, also mit viel Lippe über den unteren Schneidezähnen. Dann kam der Umstieg auf Sax und klaro habe ich so weitergemacht wie auf der Schwarzwurzel. Ist ja auch leichter Töne zu drücken, wenn man das mit der Kiefermuskulatur machen kann. Nachteil ist, daß der Ton gedämpft ud gepresst klingt.
Irgend wann kam der AHA-Moment, nämlich beim Sax muß man gar nicht drücken (im Vergleich zur Klari). Seit dem wandert immer weniger Lippe über die unteren Schneidezähne und ich bin fats beim modernen Ansatz. Vorteil, der Ton klingt freier und ist auch nicht schwerer zu Kontrollieren.
Daher würde ich eben sagen, es braucht Zeit, Geduld und Übung vom klassischen Ansatz auf den modernen umzusteigen. Versuch´s halt immer wieder.

JEs
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Re: Ansatz-Frust 18 Jun 2008 12:39 #58193

  • RainerBurkhardt
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Es ist ja auch kein Muss, den Ansatz umzustellen. Ein Haufen Saxophonisten klingt mit dem klassischen Ansatz sehr gut, auch Jazzer.
Remember Joe Cocker
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Re: Ansatz-Frust 18 Jun 2008 14:09 #58197

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JES hat es schön erklärt. Ich glaube auch, das der Übergang fließend ist und das es gar nicht solch verschiedene Ansätze sind. Je mehr man spielt und je mehr sich die Muskeln aufbauen, desto weniger ruht sich die Unterlippe auf den Zähnen aus. Ist der Ansatz voll ausgebildet, ist die Lippe selbst eine feste Stütze unter dem Blatt. Sie benötigt die Hilfe der darunter (ob hinter oder vor ist dabei recht egal) liegenden Zähne nicht mehr. entscheidend ist also nicht, ob die Lippe über oder vor den Zähnen ist, entscheidend ist allein ihre Festigkeit.
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Reeds-Shop

Re: Ansatz-Frust 18 Jun 2008 14:22 #58199

  • Raggae
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Vielen Dank Euch allen! Jetzt geht es mir schon wieder besser.

Kann ich denn irgendetwas tun beim Spielen, um diese Stütze der Unterlippe noch gezielter aufzubauen?
Kaufst du noch oder spielst du schon?

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Re: Ansatz-Frust 18 Jun 2008 14:39 #58200

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@ Raggea,

jou, das kannst du - Lontones ohne Ende spielen. Die bauen die Ringmuskulatur der Lippen auf wie nichts anderes. Ist aber leider auch eine recht eintönige Angelegenheit - ähnlich den gliebten Etüde auf dem Klavier (würg)

Wenn dir das zu öde ist (so gehts mir nämlich immer), dann spiel Lieder, in denen viele lange Töne enthalten sind. Das ist wensetlich abwechslungsreicher und führt letztlich zum selben Ziel.

Das einzige, worauf du dabei achten musst, ist die Gleichförmigkeit der langen Töne. Die müssen 1a stehen, dann bist du auf dem richtigen Weg.

Eine ganz tolle Übung zur Ansatz bildung ist auch der dynamische Longtone.

Nimm irgendeinen Ton und blase ihn pianissimo (sehr leise) an - dann bläst du den Ton (in einem Atemzug) immer lauter bis zum fortissimo (laut) und kehrst dann wieder zurück zum pianissimo.

Diese Übung ist nicht ganz so langweilig und beschert dir einen stabilen und ausdauernden Ansatz.

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Re: Ansatz-Frust 18 Jun 2008 15:08 #58202

  • JES
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Hi Raggae,
klaro, Longtones. Nicht falsch, aber llaaaannggwwweeeeiiiillllliiiiggg.
Vorschlag von Anfänger zu Anfänger: spiel irgend was aber spiel etwas. Vielleicht buddelst Du mal im Internet nach Warm-up Übungen (wenn ich meinen Zettel finde maile ich den mal) oder Du schaust mal in Deine Sax-schule.
Für mich wichtig war, daß solche Übungen über den gesamten Tonraum des Instruments gingen/gehen. Sonst hatte ich plötzlich einen guten, verspannten Ansatz für die oberen Töne und unten kam nix, oder umgekehrt (ich hatte mal den unfiaren Vorteil, wenn ich zu verkrampft war einfach mal zum Bari zu greifen. Wenn da dann die Tonleiter wieder kam, war auch der Ansatz locker. Hät ich das Teil nicht weggegeben).

Wichtig ist: JEDEN TAG DRANBLEIBEN UND WENN ES NUR 10 MINUTEN IST. Und laß Dir Zeit, der Umstieg kommt wie gesagt fließend und nicht über Nacht.
Viel Spaß
JEs

By the way: spielst Du Alto oder Tenor??? Welches Mundstück und welches Blatt??
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Re: Ansatz-Frust 18 Jun 2008 15:14 #58203

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Wichtig ist: JEDEN TAG DRANBLEIBEN UND WENN ES NUR 10 MINUTEN IST. Und laß Dir Zeit, der Umstieg kommt wie gesagt fließend und nicht über Nacht.
Viel Spaß
JEs

By the way: spielst Du Alto oder Tenor??? Welches Mundstück und welches Blatt??

Ich spiele Tenor und zur Zeit etwa 2 bis 3 Stunden täglich: 1 Stunde am Vormittag und 1-2 Stunden am Nachmittag.
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Re: Ansatz-Frust 18 Jun 2008 19:30 #58212

  • RainerBurkhardt
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Auch beim klassischen Ansatz darf man übrigens nicht die Lippe mit den Zähnen ans Blatt pressen, sondern nur mit der Muskulatur.

Raggae, mach einfach mal 2 oder 3 Tage Pause, dann gehts wieder. Versprochen!
Remember Joe Cocker
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Re: Ansatz-Frust 18 Jun 2008 20:44 #58215

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Mit meinem normalen Ansatz geht es ja völlig problemlos. Ich habe gerade noch mal gut 3 Stunden gespielt und bin jetzt auch wieder happy. :-)

Nur diesen anderen Ansatz, den Liebman zeigt, kriege ich nicht hin und ich denke, es ist wahrscheinlich das Beste, wenn ich es erst einmal auch gar nicht mehr probiere.
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