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THEMA: Säulchen anlöten

Säulchen anlöten 26 Mai 2010 16:15 #90976

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Hiho,

Toko hat diesen Thread bereits gesehen und wird auch antworten. Leider ist er im Moment tierisch im Stress. Das kann noch ein wenig dauern. Wenn du also geduldig genug bist, bekommst du einen Tipp aus Meisterhand.

Gruß
Smatjes
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Säulchen anlöten 26 Mai 2010 16:34 #90977

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Hallo,

mit Kleben bin ich auch eher skeptisch !

Der Kollege gordon meinte übrigens einen teueren Metallkleber.

Wenn schon kleben, (kaputt machen kannse ja erstmal nüscht und auf die Optik kommt's ja wohl auch nicht an) würde ich zunächst mal versuchen eine wesentlich größere Klebeoberfläche zu schaffen als nur der kleine Punkt unter dem Säulchen.

Suche Dir einen Ring ca. 15mm Durchm., ca. 8-10mm hoch (Stückchen Alurohr abschneiden, Kunststoffschlauch oder ähnl.), setze den zentrisch über die Klebestelle und schließe die Öffnungen unten außenherum mit einer Kit/Knet-Wurst, damit nichts verrutscht und nach unten alles dicht ist.
Vorher alle Stellen, die dan mit dem Kleber in Berührung kommen mam besten mit Feuerzeugbenzin reinigen und evtl. aufrauhen.

Der Zweikomp.Kleber Endfest PLus ist wirklich zu empfehlen, den benutze ich auch oft selbst.

Setze das Säulchen nun in die Schalung, richte es aus (Achse montieren, damit es fluchtet) lege das Sax horizontal und gieße das ganze mit dem Epoxidharz aus.

Gute 30 Std. nichts belasten, dann ist der Kleber bombenfest.

Du hast jetzt quasi einen gegossenen Sockel wie an einem Strommast. :)

Toll aussehen wird's nicht, aber einen Versuch kannste starten.

Löten beim Fachmann wäre immer noch Plan B.

Viel Erfolch

Wulf

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Säulchen anlöten 26 Mai 2010 18:00 #90979

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Kleben halte ich aucb für falsch.

Ich würde es wie folg machen:

1. beide Lötstellen blank machen. Also bis das ganze alte Blödsinn und der ganze Dreck ab sind und die Stelle mit Spiritus reinigen.
Die beiden Flächen sollten möglichst bündig sein.

2. Die Mechanik zusammen schrauben, so dass das Böckchen schon ungefähr an der richigen Position ist. Das Ganze mit Blumendraht oder einem anderen Stahldraht an den Korpus binden, so dass das Säulchen in der richtigen Position fixiert und auf die Lötstelle gepresst wird.
Das gewährleistet, dass die Mechanik hinterher noch funktioniert und das Säulchen in einer Flucht mit dem anderen ist.

3. Schauen ob andere Bauteile in unmittelbarer Umgebung und vielleicht hitzegefährdet sind. Ggf. mit feuchtem Tuch abdecken und kühlen.

4. die Lötstelle gut mit Lötwasser benetzen

5. viel Feuer!!!! und mit dünnem Lötzinn nachführen

Sollte schon an anständiger Brenner sein, da der riesige Korpus die Hitze schnell abführt.

Beim Blankmachen der Lötstelle am Korpus versuchen wirklich nur die Fläche unter dem Säulchen zu bearbeiten. Das Lötzinn läuft auch gerne mal hin wo es gar nicht hin soll. Ist dann ne Schweinearbeit das wieder wegzukriegen.
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Säulchen anlöten 27 Mai 2010 00:52 #90988

  • gordon.shumway
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@dbenzhuser

kleben ist jetzt nicht das elfte gebot.
richtig gelötet ist sicher die bessere wahl.
da es sich jedoch "nur" um einen china-kracher handelt,
und du ja kein problem hast das horn eventuell zu verwarzen,
ist es ja auch nur eine schnelle und billige alternative.

ich hab den kleber in meinem werkzeugkoffer,
aber der steht im moment bei meiner mutter etwa 250km von mir entfernt.
den bekommst du nicht im baumarkt sondern im werkzeugfachhandel.
soweit noch den namen zusammenbekomme:
kjeld oder kweld? ich habs vergessen, sorry.
und ich bin erst wieder in 14 tagen bei meiner mutter.

ich habe damit eine trageöse bei einem tenorsax geklebt.
hält wunderbar, sieht aber, wenn zuviel drauf ist, nicht schön aus.
da es aber zu metall wird, kannst du es abschleifen (dremel).
ok, die zu klebende fläche war auch viel größer als bei einem säulchen.
aber wer es nicht versucht.... ;)

geh in einen werkzeugfachhandel und lass dich mal über die kleber beraten.
und nimms horn mit.
auch mit den unterschiedlichen metallmischungen.
silber, kupfer, stahl, stahlguss usw.
da gibts irre sachen.
vergiss die baumärkte.
die sind gut für holzleim, alleskleber und tapetenkleister.

lg
gordon
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Säulchen anlöten 27 Mai 2010 01:26 #90990

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gordon.shumway schrieb:
ich hab den kleber in meinem werkzeugkoffer,
aber der steht im moment bei meiner mutter etwa 250km von mir entfernt.
den bekommst du nicht im baumarkt sondern im werkzeugfachhandel.
soweit noch den namen zusammenbekomme:
kjeld oder kweld? ich habs vergessen, sorry.
und ich bin erst wieder in 14 tagen bei meiner mutter.

Numme nid huddle! wie wir Badner so sagen :)
Ich brauch das Saxophon einsatzbereit bis Mitte November, hab also alle Zeit der Welt. Und du musst auch deswegen auch nicht bei deiner Mutter vorstellig werden ;)

Vielleicht meinst du „Kwik Weld“ von J-B Weld, laut deren Beschreibung enthält dieser Zweikomponentenkleber „liquid steel“ – eigentlich meinen sie aber auch Epoxidharz. Scheint also dem Uhu Plus recht ähnlich zu sein, zumindest vom Prinzip her.
ich habe damit eine trageöse bei einem tenorsax geklebt.
Das nenn ich mutig! :ohmy:

Aber keine Angst, bevor ich beginne irgendwelche Dummheiten in die Tat umzusetzen sag ich hier Bescheid. Morgen geht erst mal das Bariton in die Werkstatt, vielleicht hat man mir ja da auch noch einen Tipp.
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Säulchen anlöten 27 Mai 2010 11:25 #90992

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Hallo!

Ich hab vor kurzem verschiedene Säulchen meines Dolnet Altos mit UHU Endfest geklebt. Ist ein 2-Komponenten Kleber mit einer Abbindezeit von ca. 1 Tag (gibt auch noch die Varianten Schnellfest mit 5 oder 10 Minuten - dann aber nicht ganz so belastbar).

Das Säulchen hatte aber noch die Grundplatte mit einem Durchmesser von geschätzten 7mm. Das Ergebniss war so stabil, dass ich ein eingedrücktes Säulchen noch mit Hammer und Draht aus dem Korpus hochschlagen konnte. Vorteil ist meines Erachtens, dass der Lack nicht beschädigt wird und man nahezu nichts davon sieht.

Bitte beachten: Dies ist meine MacGyver - Methode. Löten (wenn ichs könnte) ist natürlich die bessere Lösung!

Liebe Grüße,
Volker

PS.: Den Kleber bekommt man übrigens ab ca. 300°C wieder los, also kein beinbruch wenns mal schiefgeht (im wahrsten Sinn des Wortes ;) )
Letzte Änderung: 27 Mai 2010 12:18 von Volli. Begründung: Zusatz
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Säulchen anlöten 27 Mai 2010 13:23 #90995

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Uhu Endfest muss man keine 24h aushärten lassen.
Wenn ich mich recht erinnere dauerts bei 180Grad ca. 5 Minuten und ist dann auch noch um ein Vielfaches härter. Steht alles auf der Packung.

Leider hat das einen entscheidenden Nachteil.:
Kurz bevor der Kleber richtig abbindet wird er nochmal sehr flüssig. Wenn man also nicht aufpasst, ist der Kleber abgebunden nur nicht da wo er sollte.

Löten ist auch gar nicht so schwer wie man denkt.
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Säulchen anlöten 27 Mai 2010 13:52 #90996

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astipasti schrieb:


Löten ist auch gar nicht so schwer wie man denkt.[/quote]

Sehe ich auch so, aber man braucht dann aber wirklich die richtige Hardware und kein "Hufschmied-Werkzeug" !

Und proben an alten Messingabfällen ist auch eine empfehlenswerte Methode.

LG

Wulf

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Säulchen anlöten 27 Mai 2010 14:05 #90998

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Ich tendiere momentan sehr stark in Richtung es mal mit dem Uhu zu versuchen - wenn mich Toko dafür nicht noch für total bescheuert erklärt ;)

Im schlimmsten Fall hält es eben nicht und ich habe hässliche Stellen unten am Sax wo es a) eh keiner sieht und ich b) sowieso noch bunt drüber lackieren werde.
Bis November kann ich ja noch ausgiebig die Belastbarkeit testen.

Plan B ist dann eben das Löten. Mit den Tipps hier dürfte das schon machbar sein, vielleicht findet sich ja auch noch irgendwo ein feinerer Brenner.

Einen Profi ranzulassen ist Plan D. Der wird zwar keine Freude mehr daran haben, dann aber sicher gut verdienen ;)
Wobei für mich weniger die Kosten dagegen sprechen (hatte schon oft genug Instrumente in Reparatur um die Arbeit eines Profis zu schätzen zu wissen), sondern dass ich es einfach auch mal selbst probieren will. Und ich hoffe ich bekomme nicht so oft Gelegenheiten dazu.

Plan C denk ich mir aus nachdem Plan B gescheitert ist.

Vielen Dank auf jeden Fall schon mal!
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Säulchen anlöten 27 Mai 2010 15:10 #90999

  • gordon.shumway
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dbenzhuser schrieb:
Vielleicht meinst du „Kwik Weld“ von J-B Weld, laut deren Beschreibung enthält dieser Zweikomponentenkleber „liquid steel“ – eigentlich meinen sie aber auch Epoxidharz. Scheint also dem Uhu Plus recht ähnlich zu sein, zumindest vom Prinzip her.

nee, den hab ich unten in der garage.
der isses nicht.
ich sag ja, alzheimer ist nicht nur ein guter wein...

das zeug sieht aus wie sehr zähfließendes quecksilber.
oder honig mit viel metallpulver drin.
je nach metallart die du kleben willst.
dazu wird ein härter/reaktionsgel gemischt und warm/heiß aushärten lassen.

die zugbelastung ist sehr gut.
wie es auf seitlichen druck oder zug reagiert? keine ahnung.
ist halt nur eine kleine fläche.

lg
gordon
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