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THEMA: Improvisieren lernen

Improvisieren lernen 23 Jan 2013 16:51 #111501

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@saxhornet

Also meine Meinung:
* Ich finde die Musik von Parker nicht bewundernswert. Ich höre darin zwar technisch hervorragend ausgeführte Passagen, zumeist Läufe die Tonleiter rauf und runter, aber von Genialität spüre ich nichts. Auch nicht, wenn ich mir das 100 mal anhöre, analysiere und sonst was damit anstelle.
* Wenn es Parker nicht gegeben hätte wäre das kein Verlust. Es wären andere gekommen mit der gleichen Idee, oder die Musik hätte sich eben in eine andere Richtung entwickelt, was sicher auch kein Nachteil wäre.
* Wer Drogen nimmt, aus welchen Gründen auch immer, verdient mein Mitgefühl und meine Hilfe davon loszukommen. Bewunderung erst, wenn er es geschafft hat davon loszukommen. Idol, Empfehlung zur Nachahmung...niemals
"Das größte Verbrechen eines Musikers ist es, Noten zu spielen, statt Musik zu machen." Zitat: Isaac Stern (*1920)
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Improvisieren lernen 23 Jan 2013 17:00 #111503

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saxoryx schrieb:....Wieso ist Charlie Parker einer der "grössten Jazzmusiker und -saxophonisten"? Wer bestimmt das? Muss ich das jetzt glauben, weil DU es glaubst? Du solltest auch mal sehr gut vorher überlegen, was Du schreibst. Du schreibst, als wäre Charlie Parker eine Religion, kein Mensch. Ob man Parker oder Leute wie ihn mag, bleibt ja wohl jedem selbst überlassen.

Ich habe kein Problem mit Charlie Parker, aber er war ein sehr, sehr schwacher (sonst hätte er keine Drogen genommen) Mensch, dazu auch ein talentierter besessener Musiker. Er hat sein Talent verschwendet und nur wenig daraus gemacht, weil er den Drogen Vorrang vor seinem Talent gegeben hat. Das ist kein Grund, ihn zu bewundern. Allerdings sind talentierte Leute oft so, und viele von ihnen sterben deshalb so früh. Was dann wiederum schade ist. Aus Charlie Parker hätte vielleicht noch etwas werden können, genauso wie aus Mozart, Hölderlin, Janis Joplin ... Die Liste ist lang.


sorry, aber so einen pauschlierten schwachsinn habe ich noch nie gelesen. dir haben sie aber anständig ins gehirn geschissen.
zu schreiben:...hat sein talent verschwendet...gibt den drogen vorrang...war ein sehr schwacher mensch (sonst hätte er keine drogen genommen)...aus ihm hätte noch was werden können.

nicht zu glauben. diese menschen sind KRANK und selbst die angebotene hilfe hat oft nichts genützt. ich hoffe nur für dich, das die menschen die dir nahestehen, deine kinder, NIE diese probleme bekommen.

lg von jemanden, der jahrelang in diesem sumpf gelebt hat.
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Improvisieren lernen 23 Jan 2013 17:08 #111504

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Saxoryx schrieb:
Ich habe früher sehr viel gesungen, auch Blues und Jazz, aber mein Problem ist eher, dass ich die Töne zwar im Kopf höre, auch sofort singen könnte, aber eben nicht auf dem Sax spielen kann. Diese Übertragung geht eben nur, wenn man weiß, welcher Ton auf dem Sax das ist, den ich da gerade im Kopf singe. Das ärgert mich manchmal enorm. Denn ich weiß sehr genau, was ich spielen will, ich kann's nur nicht, weil mir noch die technischen Fertigkeiten auf dem Sax fehlen.

Nimm Dir doch einfach nur mal ein paar Töne, die Du fest definierst, z.B. C,D und E oder C, E und G oder irgendwelche anderen, die tonal zueinander halbwegs gut klingen (soll halt nicht "schräg" klingen sonst wird das schwieriger). Spiel sie Dir mit dem Sax vor und sing sie nach, damit Du Dir die Töne merken/einprägen kannst und nun sing mit diesen Tönen ein kurze Tonfolge (Du nimmst nur erstmal die 3 verschiedenen Töne, kannst aber die Reihenfolge ändern und auch Töne mehrfach in der Reihenfolge oder auch mehrfach hintereinnander spielen) und suchst dann diese auf dem Sax und versuchst sie da zu spielen. Du kannst auch versuchen wenn Du die Tonfolge singst die Tonnamen zu singen und es dann auf das Horn zu übertragen. z.B. C,D,D,D,E,C oder C,D,E,D,E,E,C,C,D. Mit dieser Übung kannst Du langsam lernen das Gesungene und das was Du hörst zu verbinden, mit dem Ziel, daß Du irgendwann das vom Kopf direkt zu den Fingern geht.
Gern. Dafür wäre ich sehr dankbar.
Habe ich in einem Post jetzt hier gemacht.
Lg Saxhornet
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Improvisieren lernen 23 Jan 2013 17:18 #111506

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... sollte man sich so etwas nicht zum Vorbild nehmen. Selbst Parker selbst empfiehlt das nicht, das sollte man immer im Kopf haben. So jemanden zum Vorbild zu machen, kann sehr ernste, negative Folgen haben.

Ich denke auch, man sollte seine Krankheit nicht zum Vorbild nehmen. Seine Musik und sein Werk kann man dennoch guten Gewissens als Vorbild nehmen.

Mal etwas leichtere Parkerkost. Das mögt ihr doch alle:



Vielleicht findet ja der eine oder die andere so einen Zugang zu ihm. Als Sonderbonus für die Altisten hier ausnotiert:

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Letzte Änderung: 23 Jan 2013 17:22 von pue.
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Improvisieren lernen 23 Jan 2013 17:23 #111507

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jes schrieb:
@saxhornet

Also meine Meinung:
* Ich finde die Musik von Parker nicht bewundernswert.
Musst Du doch auch gar nicht. Da zwingt Dich keiner zu. Ich finde sie auch nicht bewundernswert sondern spannend und finde man kann aus seinem Umgang mit Melodie und Harmonie als Saxophonist viel lernen, wenn man das will, es einen interessiert und man an dem Punkt ist sich damit auch auseinandersetzen zu können, ist nämlich gar nicht so einfach.
Ich höre darin zwar technisch hervorragend ausgeführte Passagen, zumeist Läufe die Tonleiter rauf und runter, aber von Genialität spüre ich nichts. Auch nicht, wenn ich mir das 100 mal anhöre, analysiere und sonst was damit anstelle.
Und hier ist das Problem, wenn Du nur Tonleitern rauf und runter hörst, hörst Du nicht was er spielt, denn das tut er eigentlich nicht die meiste Zeit. Parker ist nicht was für jeden und nicht jeder versteht das was er macht und wie. Wenn Du es verstehst und nicht magst ist das ok. Wenn Du es nicht verstehst und nicht magst ist das auch ok aber vielleicht liegt es dann daran, daß Du es noch nicht verstehst.
* Wenn es Parker nicht gegeben hätte wäre das kein Verlust. Es wären andere gekommen mit der gleichen Idee, oder die Musik hätte sich eben in eine andere Richtung entwickelt, was sicher auch kein Nachteil wäre.
Vielleicht, vielleicht auch nicht. Ist auch müssig, es hat ihn gegeben und er hat die Musik von vielen Musikern nach ihm sehr geprägt.
* Wer Drogen nimmt, aus welchen Gründen auch immer, verdient mein Mitgefühl und meine Hilfe davon loszukommen.
Da hast Du Dir aber was vorgenommen, Respekt.
Bewunderung erst, wenn er es geschafft hat davon loszukommen.
Von vielen hier werden wieder alle die Begriffe zu sehr durcheinandergewirbelt: Idol, bewundern, Vorbild. Keiner hier bewundert oder hat als Idol oder Vorbild den Mensch oder Drogenabhängigen Charlie Parker aber sein musikalisches Werk hat die Musik nach ihm verändert und es kann sehr interessant sein, wenn man es denn will, sich damit auseinanderzusetzen.
Idol, Empfehlung zur Nachahmung...niemals
Du bist mir ein Scherzkecks, wer empfiehlt denn die Drogeneinnahme zur Nachahmung von Charlie Parker heutzutage. Ich höre gern Parker und finde ihn spannend und halte von Drogen und Alkohol nichts.
Lg Saxhornet
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Improvisieren lernen 23 Jan 2013 17:26 #111509

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zappalein schrieb:
sorry, aber so einen pauschlierten schwachsinn habe ich noch nie gelesen. dir haben sie aber anständig ins gehirn geschissen.

Ich seh es auch anders als Saxoryx aber können wir alle wieder einen anderen Tonfall anschlagen?
Diskussionen sind super aber lasst uns alle mal den Ton waren bitte. Oder ist das hier so üblich?

Lg Saxhornet
Letzte Änderung: 23 Jan 2013 17:28 von saxhornet. Begründung: Zitatfunktion
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Improvisieren lernen 23 Jan 2013 17:28 #111510

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pue schrieb:
... sollte man sich so etwas nicht zum Vorbild nehmen. Selbst Parker selbst empfiehlt das nicht, das sollte man immer im Kopf haben. So jemanden zum Vorbild zu machen, kann sehr ernste, negative Folgen haben.

Ich denke auch, man sollte seine Krankheit nicht zum Vorbild nehmen. Seine Musik und sein Werk kann man dennoch guten Gewissens als Vorbild nehmen.

Mal etwas leichtere Parkerkost. Das mögt ihr doch alle:



Vielleicht findet ja der eine oder die andere so einen Zugang zu ihm. Als Sonderbonus für die Altisten hier ausnotiert:

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Danke, pue.
Ich mag auch wie er Themen interpretiert.

Lg Saxhornet
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Improvisieren lernen 23 Jan 2013 18:14 #111515

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Hallo an Alle!
Als Anfänger kann ich hier nur staunen.
Soll man unbedingt ein Vorbild haben?
Ich finde alle gut, die Sax perfekt spielen können.
Improvisieren als Anfänger geht auch prima - eben nur so vor sich hin PUSTEN.
Wilfried
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Improvisieren lernen 23 Jan 2013 21:24 #111520

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Nachtrag zu Charlie "Bird" Parker, ein wie ich finde gelungener Artikel, der auch musikalische Backgroundinfos gibt:

de.wikipedia.org/wiki/Charlie_Parker
aber natürlich gibts auch genug Buchmaterial, z. B. "Das Jazzbuch" von
J.- E. Berehndt, oder Arrigo Polillos "Jazz- Geschichte und PErsönlichkeiten", Biographien.

Wer mal Parker-Soli nachspielen möchte, sich aber das zeitraubende Transkribieren sparen will, Stichwort "Charlie Parker-Omnibook", eine Sammlung seiner Soli.

Und hier Hawk und Bird, wunderschön von beiden gespielt, enjoy:-)




Viel Spass beim Kennenlernen der Musik PArkers (aber nur wer es möchte :-) )


Gruss David
Letzte Änderung: 23 Jan 2013 21:25 von DMSax.
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Improvisieren lernen 23 Jan 2013 21:36 #111521

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ich werde nie verstehen, wie man sich über musik / musiker so streiten und anpöbeln kann. mein gott wir machen "nur" musik. wem das eine nicht gefällt hört sich was anderes an. und warum ein mensch drogenabhängig wurde, dafür gibt's bestimmt mehr als einen grund. und trotz der drogensucht eines mensch, kann man ihn für seine arbeit trotzdem würdigen und diesem dafür -für seine arbeit wohlgemerkt- respekt zollen.

in diesem sinne bleibt sauber. ich trink jetzt noch'nen grünen tee, damit ich morgen wieder fit bin um musik zu machen :-) ...da fällt mir ein, ich hab noch'n bierchen im kühlschrank!!!
***nächster Improworkshop am 10.5.14 | infos @ www.saxology.de***
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