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THEMA: Wo stehe ich?

Wo stehe ich? 18 Jan 2009 23:20 #68917

  • infinitePhil
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Hallo,

so lange spiele ich noch nicht Sax. Erst am 5.12.2008 gings los. Also grad mal nen guten Monat.

Ok, Musiktheorie etc. kenne ich ziemlich gut, da schon seit 20 Jahren Klavier und Hammond und Synthies.

Eigentlich wollte ich ab Januar Unterricht nehmen, habe ich aber dann gecancelt, da ich den ersten Band des Kurses schon drauf habe und nun mit dem RealBook übe.
Der normale Tonumfang ist gar kein Thema. Der Einsatz der Palmkeys kommt nun durch probieren einfach in der Spielpraxis.... (die Leitung zwischen Hirn und Fingern wird immer "kürzer")

Dazu 2x pro Woche Bandprobe je 3-4 Stunden.
War eigentlich Keyboarder in der Band (progressive Rock) Nun spielen wir eher jazzige Sachen oder eben prog-Rock-Jazz.

Sachen, die wir nun für einen Auftritt am 24. spielen sind z.B.:
Cole Porter - I love Paris
- Autumn Leaves
Beatles - with a little help from my friends (ich spiele die Gesangsparts)
Rod Stewart - Sailing (dito)
Gershwin - Summertime aus Porgy&Bess
- Feels like someone in love ....

Fast alle Stücke auch mit Solo-Passagen und Raum zum Improvisieren.

Damit kein falscher Eindruck entsteht: Die Songs stehen, also keine Blamage auf der Bühne. Zumal die ganze Band da recht kritisch, um nicht perfektionistisch zu sagen, ist.

Zuvor wurde mein Bild von derlei Aussagen geprägt:
- Saxophon sei schwer
- Ansatz und Intonation sehr schwierig
- man muß viel üben
- nach einem Jahr üben kann man erst von "Saxophonspielen" reden o.ä.

Daher frage ich mich nun.... bin ich für 1 Monat schon weit oder ist es wirklich viel einfacher, als viele behaupten?

Vielleicht kann ja ein "alter Hase" über seine Anfänge rekapitulieren. So kann ich mir vlt. ein Bild machen -wo ich stehe.

Grüße
Phil

PS: Der eine mag Alkohol, oder raucht regelm. -> ich bin total Musik-besessen....
A Saxophon is sexy brass
A Hammond is the queen of keys
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Re: Wo stehe ich? 19 Jan 2009 01:08 #68921

  • wallenstein
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na, das ist doch nicht schwer!
Schnapp dir ein Mikro, nimm dein Spiel auf und frage dich: will ich so klingen!
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Re: Wo stehe ich? 19 Jan 2009 08:22 #68930

  • Tina
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Hallo Phil,

ich kann ziemlich gut nachvollziehen, was du meinst, mir ging es nämlich ganz ähnlich. Ich spiele jetzt ca. ein halbes Jahr Tenorsax, ebenfalls ohne Lehrer, nur mit gelegentlicher Unterstützung durch einen befreundeten Saxophonisten, der mich (hoffentlich) vor den schlimmsten Anfängerfehlern bewahrt und ich habe ähnlich wie du langjährige musikalische Vorerfahrung von anderen Instrumenten mitgebracht.

Anfangs hatte ich auch den Eindruck, dass Saxophon ja total simpel ist (sorry an das gesamte Forum!). Ich meine, du bläst halt rein und es kommt ein Ton raus, die Griffe sind fast gleich wie auf meiner Querflöte ... auf jeden Fall "konnte" ich nach knapp 10 Minuten experimentieren eine einfache Tonleiter spielen, nach 2 1/2 Wochen habe ich in meiner ersten Orchesterprobe gesessen und ohne weiteres mitgehalten.

ABER: Im Laufe der Zeit habe ich dann in vielen Bereichen gemerkt, dass es doch nicht ganz so leicht ist wie gedacht und dass man schon einige Übung braucht, um zum Beispiel die Tonqualität und die Intonation wirklich zu kontrollieren oder die Grifftechnik sauber auf die Reihe zu bringen. Je mehr ich lerne und je weiter ich komme, umso deutlicher wird mir immer wieder bewußt, was ich alles noch nicht kann oder wo noch dringender Übungsbedarf besteht.

Ich denke, das ist mehr oder weniger normal, wenn man ein Zweitinstrument lernt. Man muss sich halt nicht erst lange mit der ganzen Theorie abquälen wie ein "normaler" Anfänger und darum stellen sich vergleichsweise schnell die ersten Erfolge ein. Trotzdem gibt es hier wie bei jedem anderen Instrument Dinge, die sich nur durch Übung und zunehmende Erfahrung lernen lassen.

In dem Sinne rate ich dir, erstmal fröhlich weiter zu machen, irgendwann kommt ganz sicher ein Punkt, wo du merkst, dass es doch noch das ein oder andere zu tun gibt, um wirklich gut zu spielen!

Weiterhin viel Spaß beim Üben!
Tina
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Re: Wo stehe ich? 19 Jan 2009 09:56 #68936

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Um Dir beantworten zu können, wo Du stehst, muss man Dich hören. :-s

1. Ansatz wer ja eben schon : Nimm Dich auf und hör Dir zu und frag" Dich : Ist das so, wie ich will? :-\ :-ß
Keep swinging!
I believe you should try to make music as beautiful as you can. It should not be done with ugliness.
There's so much hate in the world; you should counteract it with loveliness(Stan Ge
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Re: Wo stehe ich? 19 Jan 2009 20:33 #68968

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so lange spiele ich noch nicht Sax. Erst am 5.12.2008 gings los. Also grad mal nen guten Monat.

Eigentlich wollte ich ab Januar Unterricht nehmen, habe ich aber dann gecancelt, da ich den ersten Band des Kurses schon drauf habe und nun mit dem RealBook übe.
Der normale Tonumfang ist gar kein Thema. Der Einsatz der Palmkeys kommt nun durch probieren einfach in der Spielpraxis.... (die Leitung zwischen Hirn und Fingern wird immer "kürzer")

Zuvor wurde mein Bild von derlei Aussagen geprägt:
- Saxophon sei schwer
- Ansatz und Intonation sehr schwierig
- man muß viel üben
- nach einem Jahr üben kann man erst von "Saxophonspielen" reden o.ä.

Daher frage ich mich nun.... bin ich für 1 Monat schon weit oder ist es wirklich viel einfacher, als viele behaupten?

Ich zitiere wieder mal einen großen Meister: "Saxophone is easy to play, easy to play BADLY"!

Ansatz und Intonation sind schwer und erfordern eine Menge Übung!
Solange du alleine "lernst" und keinen guten Lehrer hast, und auch in der Band oder in deinem Umfeld der einzige Saxer bist, wirst du denken, du bist schon sehr weit! Sobald du einen Lehrer hast, oder auf erfahrene Saxophonisten triffst, wirst du merken, wie weit dein Weg noch ist!

Ich dachte früher auch, ich bin der Beste in meiner Stadt, keiner kann mit mir mithalten (was auch wirklich so war). Aber dann habe ich den Lehrer gewechselt, war plötzlich in der Großstadt und habe gesehn, wie weit unten ich doch stehe!
Ich habe dann kontinuierlich an mir gearbeitet, meinte dann wieder richtig gut zu sein, als ich die Aufnahmeprüfung an der Musikhochchule bestanden hab! Dann kam der nächste große Dämpfer: Man fängt wieder ganz klein an, die anderen sind alle viel weiter............

Was ich damit sagen will: Je besser die Spieler und Lehrer, mit denen du zusammen bist, desto mehr eigene Fehler lernst du kennen, und desto mehr erfährst du, woran du arbeiten musst.
Wenn du nur für dich allein lernst, bist du natürlich dein eigener King (aus Mangel an Konkurrenz und aus Mangel an Kenntnissen über das, was eigentlich möglich ist!)
Selmer SIII Alto und Yamaha 82 ZBP Alto, Phil Barone NY 5M, Hemke/Grand Concert 3 Reeds
Yamaha Custom EX Soprano, Link 5, Hemke 3,5/Grand Concert 3 Reeds
System 54 Superior Class Pure Brass Tenor, Link 6*, Hemke 3 Reeds
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Re: Wo stehe ich? 19 Jan 2009 20:52 #68971

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Wenn ich alleine spiele komme ich mir ganz gut vor,
wenn ich aber meinen Sax-Lehrer spielen höre bin ich ganz klein.
Da weiß ich erst, welcher Weg noch vor mir liegt und was ich alles noch nicht oder nicht gut genug kann.
Es ist wie im echten Leben: Man hört nie auf zu lernen.

Hans
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Re: Wo stehe ich? 19 Jan 2009 22:22 #68976

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es geht ja nicht darum einfach spielen zu können, es geht darum das saxophon zu meistern.
und bis jetzt ist eben noch kein meister vom himmel gefallen.
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Re: Wo stehe ich? 20 Jan 2009 04:24 #68992

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Hallo "grenzenloser" Phil,
Zuvor wurde mein Bild von derlei Aussagen geprägt:
- Saxophon sei schwer
- Ansatz und Intonation sehr schwierig
- man muß viel üben
- nach einem Jahr üben kann man erst von "Saxophonspielen" reden o.ä.

Daher frage ich mich nun.... bin ich für 1 Monat schon weit oder ist es wirklich viel einfacher, als viele behaupten?

Sorry, aber diese Aussagen beruhen sicherlich nicht auf solche Voraussetzungen:
Ok, Musiktheorie etc. kenne ich ziemlich gut, da schon seit 20 Jahren Klavier und Hammond und Synthies.

Da hast du Anfängern wohl 20 Jahre Musikpraxis und -theorie voraus, würde ich mal sagen.

<Ironie an>

"Ich mache seit 20 Jahre Solokarriere mit Altsaxophon.
Jetzt habe ich mir mal ein Tenorsaxophon gekauft.
Alle sagen eigentlich, Tenorsaxophon wäre so verdammt schwer.
Boah, jetzt habe ich gerade mal zwei Woche nen Tenorsaxophon und trete fast nur noch mit diesem auf. Ist Tenorsaxophon etwa so einfach oder bin ich einfach nur sooo gut?
"

</Ironie aus>

Deine Frage "wo stehe ich?" wirkt auf mich wie ein "Leistungsvergleich".
Ich finde das, wenn es um Musikalität geht, etwas merkwürdig. Das wirkt ein bisschen auf mich als ginge es um einen Wettbewerb. Es gibt viele Saxophonisten. Zudem gibt es immer mindestens einen, der besser ist. ;-)

Wo du stehst?
Möchtest du nur die Technik beherrschen?
Wenn du schon alle Tonleitern bis drei Vorzeichen spielen kannst, bist du schon Fortgeschrittener.

Für mich ist Musik eine Form des persönlichen Ausdrucks (von Gefühlen und Stimmungen) und die Vermittlung dieser. Wie bringe ich diesen rüber?
Deshalb finde ich z.B. die Fragestellung "will ich so klingen?" von wallenstein ganz gut.

Nette Grüße,
Billy
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Re: Wo stehe ich? 20 Jan 2009 08:43 #69000

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Hallo "grenzenloser" Phil,


Wo du stehst?
Möchtest du nur die Technik beherrschen?
Wenn du schon alle Tonleitern bis drei Vorzeichen spielen kannst, bist du schon Fortgeschrittener.

Für mich ist Musik eine Form des persönlichen Ausdrucks (von Gefühlen und Stimmungen) und die Vermittlung dieser. Wie bringe ich diesen rüber?
Deshalb finde ich z.B. die Fragestellung "will ich so klingen?" von wallenstein ganz gut.

Nette Grüße,
Billy

Hi Billy und alle anderen,
danke für Eure ausführungen.
Zum technischen -ich muß meistens in Friedhofs-Tonarten spielen, da aufgrund der Gitarren in der Band das meiste in Klingend E oder A sind. Also fürs Alt dann Cis oder Fis...

Musik muß meiner Meinung nach immer etwas mit Gefühl zu tuen haben. Siehe auch "Groove". Ein exakt quantisierter Rhythmus is zwar absolut in Time und technisch richtig, aber erst durch "Pocket" kommt leben hinein und regt Füße zum Mitwippen an....

Klang ist für mich auch sehr wichtig. Wenn mein Klang nicht meinen Vorstellungen entspräche, wäre ich mit mir selbst nicht zufrieden. Mein Blätterwechsel von RicoRoyal 2.0 auf Vandoren ZZ 2,5 hat meine Klangvorstellung und meinen Klang nahezu vereint.
Wobei liegt das wirklich an den Blättern? Unser Drummer ist überzeugt, das meine Soundverbesserung vor allem am "Training" liegt. Da hat er wohl nicht ganz unrecht. Mein Ansatz ist nun viel entspannter und die Lufteinteilung viel effektiver als zu Beginn.....

Denke in den nächsten Wochen werden wir die MOTUs wieder anwerfen und mal eine Session aufnehmen. Dann stelle ich auch mal nen Hörbleistift rein :-ß

Liebe Grüße

Phil
A Saxophon is sexy brass
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Re: Wo stehe ich? 20 Jan 2009 10:08 #69002

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Hi Phil,

ja, sowas gibt es einfach. Bin da manchmal so ein klitzkleines bisschen neidisch :"(.
Und wenn du eine Einschätzung haben möchtest "wo du stehst"...auf deinen zwei Beinen, hoffe ich doch! Und zwar mit Bodenkontakt, trotz des rasanten Erfolges ;-).

Schnell bist du auf jeden Fall, aber Billy hat es schon gesagt, du hast ja auch ordentliche "Vorarbeit" geleistet und wenn das viele das du schon aus den Fingern purzeln läßt auch noch gut klingt, dann bist du wohl einfach mit einem guten Schwung Talent gesegnet.

Ich kenne solche Musiker auch. Denen gibt man ein neues Instrument in die Hand und die fangen einfach an darauf zu spielen..wie gesagt, manchmal....aber was solls 8-)

stromlose Grüße

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