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THEMA: Ich hab jetzt auch eines :)

Ich hab jetzt auch eines :) 20 Jan 2008 19:48 #50926

  • JES
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Hallo,
habe jetzt auch eines, ein silbernes NewWonder I von 1923 (S/N 106XXX).
Traumsax? Bin mir nicht sicher.
Positiv: es hat eine für mich bequeme Mechanik, die Polster sind alt aber leidlich dicht und es war m.E. nicht zu teuer.
Negativ: irgend jemand scheint wohl die angegriffene Vernickelung mit einem Silberlack ausgebesser zu haben, zwar nur lokal, aber ... Mal sehen, was ToKo davon hält.

Wie klingt das gute Stück? Gut, aber nicht umwerfend. Es ist im Klang nicht so dunkel wie mein Buffet SuperDynaction, aber es knallt auch nicht so brüllig wie mein Dolnet Imperial. Intonation ist durchschnittlich, also es gibt Ausreißer. Vielleicht habe ich nicht das optimale Mundstück. Ist zwar ein Steamer, aber dieses wahr für das Buffet gedacht.
Für Klassik würde ich das Conn nicht benutzen, so richtig groovigen NO-Blues vielleicht auch nicht. Für alles andere geht es prima. Und von der Lautstärke gehört es eher zu den kräftigen ihrer Klasse.
JEs
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Re: Ich hab jetzt auch eines :) 21 Jan 2008 14:57 #50956

  • Musikus12
  • Musikus12s Avatar
Hallo JES,

mit der Intonation gibt es den alten Vintage-Hörnern sehr oft Probleme. Ich spiele auf meinem Pan American aus dem Jahr 1915 ein Meyer large Chamber und muss sagen, die Intonation ist erstaunlich gut.

Im Übrigen ist bei meinem Horn genau das Gegenteil der Fall, wie bei dir. Das Horn selbst ist in einem sehr guten Zustand, alle Polster dicht, kein Achsspiel - einfach Top!! - dafür liegt es mir persönlich nicht so gut in dern Hand.

Ich werde es wohl verkaufen, weil ich einfach nicht so gut damit klar komme. Ich würde sagen, es ist eher für kleine Finger gemacht.

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Re: Ich hab jetzt auch eines :) 21 Jan 2008 15:36 #50959

  • JES
  • JESs Avatar
Hi Musikus 12,
versteh mich nicht falsch, die Intonation liegt im normalen Rahmen, d.h. für mich so +/-15ct. Das kann ich gut korrigieren und ist für mich auch keine Sache, die mir Kopfschmerzen bereitet. Achsspiel habe ich keines festgestellt, die Federn sind auch für mich angenehm straff eingestellt und auch die tiefen Tönen kommen nicht schwerer als bei meinem Keilwerth Toneking, und das hat fast neue Polster.
Im Vergleich zu einem ChuBerry, also dem Nachfolger, gefällt mir der Klang besser, da wärmer, etwas dunkler und nicht so breit. Dafür ist die Bandbreite beim Chu vielleicht etwas höher und die Ansprache einen Hauch leichter.
Suma summarum kann man aus der Kiste heraus gut damit spielen, trotzdem werde ich den Patienten ToKo bei Gelegenheit mal vorstellen und hören, welchen Anfall er bekommt. Finden tut er immer was, was NOCH besser kann. Gelle?

Was ich mal wieder nicht nachvollziehen kann ist das Gequatsche, daß Vintages von der Ergonomie so unbequem sein sollen. O.k., es gibt Mechaniken, die sind kompakter als das NW I Tenor, aber mit etwas Eingewöhnung komme ich jedenfalls gut klar und fand auch das Chu nicht besser, eher im Gegenteil. Diese knubbeligen Palm-Keys sind für meine Hände klasse.

Nur mein Traumsax bleibt doch das Buffet Superdynaction, wenn....
JEs
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Re: Ich hab jetzt auch eines :) 21 Jan 2008 15:42 #50961

  • elOso
  • elOsos Avatar
  • Offline
  • Alto
  • Beiträge: 212
****ENHORABUENA*****


und viel viel SPASS mit deinem neuen Sax! :-s >:(

Salutos
Hasta proxima!
Guillermo El Oso
www.elosoblues.de
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Reeds-Shop

Re: Ich hab jetzt auch eines :) 21 Jan 2008 16:06 #50966

  • Happi
  • Happis Avatar
.... die Intonation liegt im normalen Rahmen, d.h. für mich so +/-15ct. Das kann ich gut korrigieren und ist für mich auch keine Sache, die mir Kopfschmerzen bereitet.
....
Was ich mal wieder nicht nachvollziehen kann ist das Gequatsche, daß Vintages von der Ergonomie so unbequem sein sollen. O.k., es gibt Mechaniken, die sind kompakter als das NW I Tenor, aber mit etwas Eingewöhnung komme ich jedenfalls gut klar und fand auch das Chu nicht besser, eher im Gegenteil. Diese knubbeligen Palm-Keys sind für meine Hände klasse.

Meine Erfahrungen hierzu:

Ich spiele moderne und alte Saxe abwechselnd und mag alle, die ich spiele, aufgrund der jeweiligen Eigenarten.

1.
Intonation ist bei gut eingestellten Saxen guter Qualität im akzeptablen Rahmen. Nach meiner Erfahrung sind die deutschen Saxe hier häufig besser als die amerikanischen.

2.
Nun, gerade die Conns aus den 20er Jahren haben eine Tastenanordnung für Tief-c-h-b, die problematisch, da völlig unergonomisch ist. Ebenso sind bereits die Tief-d-Tasten nicht besonders anwenderfreundlich angeordnet. Ich halte das "Gequatsche" deshalb für richtig!

3.
Der Klang ist häufig speziell, softer, smoother, wie immer man es nennen will.

Nachtrag: Auch als Vintage-Stück bleiben Mittelklassemodelle Mittelklassemodelle und sind nicht plötzlich Oberklasse!
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Re: Ich hab jetzt auch eines :) 21 Jan 2008 18:11 #50975

  • JES
  • JESs Avatar
Meine Erfahrungen hierzu:
1.
Intonation ist bei gut eingestellten Saxen guter Qualität im akzeptablen Rahmen. Nach meiner Erfahrung sind die deutschen Saxe hier häufig besser als die amerikanischen.
Das deckt sich nicht mit meinen Erfahrungen. Bisher sind die Franzosen (Buffet und Dolnet aus den 60igern) die Besten. Und mein Conn Alto NW 1 schlägt jedes moderne Keilwerth oder Selmer.
2.
Nun, gerade die Conns aus den 20er Jahren haben eine Tastenanordnung für Tief-c-h-b, die problematisch, da völlig unergonomisch ist. Ebenso sind bereits die Tief-d-Tasten nicht besonders anwenderfreundlich angeordnet. Ich halte das "Gequatsche" deshalb für richtig!
Nope. Widerspruch! Die Hebel für c-h-b sind in einer Reihe nebeneinander, wobei der b-Drücker auch wie bei der Selmermechanik unten gedrückt werden kann statt vorne.
Lediglich der gis-drücker ist etwas anders als heute, da schmal und beidseitig abgerundet. Zumindest auf dem Alto ist damit die Auflage sehr klein. Spezielle d-Tasten habe ich nicht, jedenfalls ist da nix anders als heute.
3.
Der Klang ist häufig speziell, softer, smoother, wie immer man es nennen will.
Das ist doch wohl der Grund sich so ein Instrument kauft, oder? Dafür nimmt man doch die ergonomischen Besonderheiten in Kauf zu gunsten eines speziellen Klangs.
Nachtrag: Auch als Vintage-Stück bleiben Mittelklassemodelle Mittelklassemodelle und sind nicht plötzlich Oberklasse!
Nun ja, wenn ich da mal die Verarbeitung und Ausstattung des von Dir wohl damit als Mittelklassemodells NW I mit der Produktpalette von Keilwerth vergleiche, kriege ich Bedenken, ob Deine Aussage so haltbar ist. Und dann die Gegenfrage: welches wäre denn 1923 das Spitzenmodel von Conn gewesen? Ob ich da ein vernickeltes oder vergoldetes Conn habe, ist von der Ausstattung und Verarbeitung gleich. Und nur vom Oberflächenfinish einzuteilen, ob Mittelklasse oder Spitzenmodel ....?
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Re: Ich hab jetzt auch eines :) 22 Jan 2008 08:39 #50988

  • Happi
  • Happis Avatar
@JES:

ad1:
Sag" ich doch. Auch alte Saxe sind recht gut!

ad2:
Das kannste nicht ernsthaft meinen. Bloß weil du vielleicht mit der Anordnung eines bestimmten Typs zurecht kommst! Häufig und gerade bei den Conns aus den 10er und 20er Jahren muss man einen gewaltig starken und möglichst langen kleinen Finger haben, besonders an der linken Hand.

ad3:
Danke für die Zustimmung. Sehe ich genau so!

ad4:
Gut, dann eben so: Mittelmäßige Instrumente bleiben auch als Vintage-Stück mittelmäßig und werden nicht allein aufgrund ihres Alters besser.
Ich denke, da die Fertigungsstreuung bei alten massengefertigten Instrumenten recht groß ist, muss man da genau hinhören. Und Conn hatte nunmal meines Wissens eine der ersten industriellen Fertigungen in den US, speziell in der 10er und 20er Jahren lief die auf Hochtouren. Das ändert nichts daran, dass es auch bei Conn klangliche Hammerteile gibt. Und ich habe mir so eines rausgesucht ;-). Aber ich hatte auch Krücken in der Hand, wo die Polster extrem exzentrisch schlossen und gerade so zur Deckung zu bringen waren, die Gestänge nicht fluchteten und die Klappen nicht in Reihe waren, da die Mechanik wohl im Suff angelötet worden ist (Vorsicht: Sollte Spaß sein!).

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Re: Ich hab jetzt auch eines :) 22 Jan 2008 12:09 #50997

  • JES
  • JESs Avatar
@Happi,
also von Conn kenne ich jetzt 4 Typen.
Als NW I sowohl das Alto (Bj 20) als auch das Tenor (Bj 23)
Dann das Chu Berry, in speziellem Fall SN 253XXX und das 10M (303XXX). Diese sind dann nicht mehr 20iger, oder? Aber bei allen diesen habe ICH keine Probleme. Anders sieht das z.B. bei Buescher aus. Das TrueTone (habe keines aber ein Einzelstück mit eben dieser Mechanik) ist da wesentlich spannender. Der Gis-Drücker ist einfach rund wie eine normale Fingerauflage und die tief-B-Anlenkung kannst Du selbst mal bei Saxpics bewundern. Bei meinem Instrument liegt dann noch einer der Plam-Keys auf Kniehöhe, also kaum erreichbar tief. Das ist Unbequem!!!
Oder nimm mal ein Akustik Tenor aus den 60igern. Ich habe schon nicht gerade kleine Hände, aber Maurerkellen, um die Mechanik zu spiele, habe ich auch nicht. Damit ist der Tisch für den linken kleinen Finger nahezu unspielbar für mich.
Im Vergleich dazu ist Conn aus den 20igern sehr bequem.
Und zu dem mittelmäßigen Instrument.
Ich möchte differenziert wissen, ob es sich um ein mäßig klingendes Instrument handelt oder nicht ganz den Geschmack des Besitzers trifft.
Ich finde mein Conn klingt gut! Es braucht auch den Vergleich mit o.g. Chu nicht scheuen, wobei das Chu anders aber für mich nicht besser klingt.
Den Klangeschmack des Besitzers, also meinen, trifft aber immer noch unangefochten das Buffet Crampon SuperDynaction, jedenfalls mein Exemplar, am besten. Es hat den vollsten, dunkesten Klang, den ich bisher gefunden habe.

Was mich bei allen alten Kannen bisher sehr gewundert hat ist, daß obwohl vielleicht nicht alles super ausgerichtet war, die Instrumente immer noch gut spielbar waren. Das finde ich bei modernen Instrumenten nicht mehr so.
Als konkretes Beispiel: ich habe in der Bucht ein Adler Tenor gekauft, Bj kann ich nur schätzen und würde sagen so Ende 50. Das Teil kam dann verbogen bei mir an, das Hauptrohr so etwas 3cm aus der Flucht. Trotzdem ging das Teil sauber von oben bis unten. Polster waren alt und hart. Wenn bei meinem Keilwerth Toneking Bj. 72 auch nur eine Klappe nicht sauber schließt, geht da gar nix mehr.
Ich bin mir daher nicht ganz sicher ob Deine Einteilung was mittelmäßig ist und was nicht, immer so richtig ist :). Sicher sind meine Beispiele auch nicht zu verallgemeinern. Aber ich würde mir in jedem Fall ein Exemplar erst mal hören und anspielen bevor ich dann die Optik entscheiden lasse. Und einiges kriegt auch ein guter SaxDoc nachträglich wieder hin. Stell Dir vor Du hättest ein Teil mit Hammersound in der Hand, der Klang, den Du Dir als ultimativ vorstellst, und Du kaufst das Teil nicht, weil ein paar Klappen nicht schließen oder das Gestänge etwas schief angelötet ist. Und hinterher sagt Dir ToKo, och, das hätte ich dir eben etwas gerichtet oder nachgelötet, so 2-3 Stunden Arbeit. Ich würde mich dann ein klein wenig ärgern >:(
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Re: Ich hab jetzt auch eines :) 22 Jan 2008 13:58 #51001

  • chrisdos
  • chrisdoss Avatar


Nun, gerade die Conns aus den 20er Jahren haben eine Tastenanordnung für Tief-c-h-b, die problematisch, da völlig unergonomisch ist. Ebenso sind bereits die Tief-d-Tasten nicht besonders anwenderfreundlich angeordnet. Ich halte das "Gequatsche" deshalb für richtig!

Warum ein seitliches Abspreizen des kleinen Fingers ergonomisch sein soll, leuchtet mir nicht ein. Wir sind es halt gewohnt.
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Re: Ich hab jetzt auch eines :) 22 Jan 2008 14:11 #51002

  • JES
  • JESs Avatar
Warum ein seitliches Abspreizen des kleinen Fingers ergonomisch sein soll, leuchtet mir nicht ein. Wir sind es halt gewohnt.
Damit stellst Du die Ergonomie des Instruments Saxophon in Frage. Aber nicht irgend welche ergonomischen Eigenarten meines Conn. Für mich paßt es, für Happi scheinbar nicht. Nur er muß/braucht es auch nicht spielen :)))
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