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THEMA: Lechts und rinks velwechsern ...

Lechts und rinks velwechsern ... 14 Sep 2008 21:14 #61931

  • Raggae
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Kennt Ihr das eigentlich auch, dass ihr die beiden Hände beim Spielen velwechsert? Also z.B. Ihr wollt a greifen, greift stattdessen aber e, weil das die gleichen Finger hat, nur eben in der anderen Hand. Mitten drin passiert mir das zwar in der Regel nicht, wohl aber ab und zu am Anfang eines Stückes, so dass der erste Ton dann gleich voll daneben sitzt ... >:(

Wenn Ihr das kennt - was kann man da machen?
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Re: Lechts und rinks velwechsern ... 15 Sep 2008 09:14 #61944

  • stromlos
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HI Raggae,

ich kenne sowas ähnliches.

Da ich neben Altsax auch noch C- und F-Flöten spiele und Alt nicht nur nach Es sondern auch nach C Noten, kommt es bei mir auch vor, dass in meinem Kopf (und damit auch in meinen Fingern) Knoten entstehen. Dann sehe ich eine Note und greife sie, weiß aber plötzlich nicht mehr so genau was für ein Instrument ich da eigentlich in der Hand habe und schwupps isses passiert.

Auch mir passiert das eigentlich nur am Anfang eines Stückes.

Ich versuche immer so schnell wie möglich wieder den richtigen Fingersatz zu finden und rette mich dann mit kleinen Läufen dorthin. Fällt oft gar nicht so doll auf...

Ein kurzer Moment der Kontemplation vor dem ersten Ton kann allerdings Wunder wirken. Ein Sekündchen die Gedanken in die Finger schicken, bewußt werden was will ich hier spielen und die Fehlerquote sinkt rapide :-ß

stromlose Grüße

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Jazz ist, was ihr draus macht ;)
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Re: Lechts und rinks velwechsern ... 16 Sep 2008 15:12 #62025

  • SkankingSax
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Tach auch.

Richtig lustig wirds, wenn man im Stück das Instrument wechselt. Und noch besser isses, einzelne Stellen transponieren zu müssen. Im Schulorchester spiele ich z.B. Stimmen im Bassschlüssel (Posaune, Fagott, ...) und im selben Stück F-Horn-Stimmen, alles aufm Alt. Ähnlich in der Kapelle, hier spiele ich mitunter Bb-Noten auf dem Alt und im selben Stück 2 Takte später wieder normal Eb. Das erfordert schon einige Konzentration. Aber wie so oft ist das alles eine Übungssache. Ich spiele halt fast nie "richtige" Eb-Stimmen, deshalb kann ich soviel anderes. Kritisch wirds erst, wenn das dann vom Blatt gehen muss. Oder so Scherze wie letztens im Sax-Unterricht: So, und das spielst Du jetzt bitte mal einen Halbton höher. (Bei einem Cello-Konzert von Bach )

Naja, mit Rechts-Links hab ichs z.B. beim Autofahren auch nich so, aber aufm Sax war das noch nie ein Problem... Eher aufm Klavier, dass ich den Rhythmus der rechten auf die linke Hand übertrage...

Keep on Skankin´!
Sax'n'Drums and Rock'n'Ska
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Re: Lechts und rinks velwechsern ... 16 Sep 2008 15:23 #62026

  • Leont
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Nein das kenne ich nicht, kommt mir auch sehr spanisch vor.
Was stromlos Problem mit der Flöte angeht kenne ich sehr wohl. Und dafür gibt es auch einen grund.

Bei Musiker enteht im laufe der Zeit andere verknüpfungen im Hirn. Bei Pianisten ist das am extremsten. Und zwar verbinden sich das Hörzentrum direkt mit der Motorik der finger. Wenn ich einen Ton im Kopf habe, habe ich dazu auch den passenden Griff.
Pianisten kennen das Phämomen ein Stück in den Fingern zu machen. Eigentlich kann man sich an keine einzelne Note aus dem Notentext erinnern, aber man setzt sich ans Klavier und spult das Stück ab. Das hängt damit zusammen, dass das Gehör das Stück gespeichert hat und die Finger wissen wie man das verwirklicht.
Leider klappt es seltens so beim improvisieren, sich eine melodie vorzustellen, und diese dann so sofort aufs Instrument zu übertragen. Dazu gehört viel und ist meiner ansicht nach auch einer der unterschiede zu einem guten Improvisateur. Oft ist es leider so, dass die Finger ein Solo etwas diktieren.

Wenn man jetzt von einem anderen Instrument kommt, z.B. der Flöte, will man einen Ton spielen, hat aber einen "falschen" griff dazu einsortiert.
Ich kenne das von der Klarinette, und ich habe das auch schon von jemanden gehört, der zusätzlich zum Sax trompete trötet.

@Raggae, du weißt schon, dass die areale die für rechte und linke gehirnhälfte verantwortlich sind in verschiedenen gehirnhälften liegen. Rechte hand, linkes hirn, linke hand rechtes hirn.
Insofern ist deine verwechslung doch etwas sehr sonderbar.

Hast du sowas wie ADS? die Frage ist total ernst gemeint.
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Re: Lechts und rinks velwechsern ... 16 Sep 2008 15:38 #62029

  • Raggae
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Hast du sowas wie ADS? die Frage ist total ernst gemeint.

Nein, aber mich würde sehr interessieren, warum Du das fragst.
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Re: Lechts und rinks velwechsern ... 16 Sep 2008 15:49 #62031

  • Leont
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Weil sowas durchaus eine Frage der Konzentrationsfähigkeit ist.
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Re: Lechts und rinks velwechsern ... 16 Sep 2008 23:05 #62064

  • rawi
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Hallo
lieber Leon, hier Raggae ein Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS) zu unterstellen, geht ja wohl etwas zu weit !!!
Tatsächlich hat Raggae durchaus recht. Die natürliche Logik der Haptik, also des greifenden Bewegungsapparates geht von links nach rechts (jedenfalls beim Rechtshänder). Logischerweise geht zb. eine Klaviertastatur oder ein Gitarrengriffbrett von links (tief) nach rechts (rechts).
Nur die Saxophonbauer haben das mal wieder nicht begriffen und für die tiefen Töne die rechte Hand und die hohen die linke Hand genommen.
Das ist aber nur der geringste alller Fehler. Der schwerwiegenste ist, dass die Finger kreuz und quer nach oben und unten und rechts und links greifen müssen um eine chromatische Reihe zu spielen, also die natürliche Logik des Hörens und der Haptik durch die Saxkonstruktion regelrecht vergewaltigt wird.
Raggae, du spielst noch nicht lange Sax, nach einiger Zeit gewöhnen sich die Finger an die unlogische Griffweise, obwohl genau der von dir beschriebene Fehlgriff mir nach 5 Jahren Sax immer noch mal passiert.
Gruesse
Rainer
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Re: Lechts und rinks velwechsern ... 17 Sep 2008 00:49 #62066

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@Rawi: Diese Handhaltung ist nicht schuld der Saxbauer sonder ist uralt. Schau dir die ganzen alten Flöten an. Sicher aus bestimmten gründen hat sich das so eingebürgert. (Vielleicht weil die rechte hand stützen muß).
Wenn du recht hast mit der Aussage, dass die natürliche Haptiklogik von links nach rechts geht (Keine ahnung ob das stimmt, haste quellen, würde mich interessieren) macht diese position auch sinn. Stell dir einen Lauf vor.
Von oben nach unten, erst schließt die linke sich ganz dann die rechte . (die hand schließt erst mit dem Zeigefinger)

Aber mit der Chromatic haste recht. Da gibt es aber inzwschen auch eine sehr interessante entwicklung.
Kuckste hier:
users.gotsky.com/jimschmidt/default.html
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Re: Lechts und rinks velwechsern ... 17 Sep 2008 10:43 #62075

  • Zebrion
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Die Griffweise ist beim Sax an die Flöte angelehnt und die ist seit langem so, wie sie noch heute bekannt ist. Mir hat es keine Probleme gemacht, vom Klavier auf das Sax umzusteigen.
Rechts und links kann ich auch nur schwer auseinanderhalten - besonders wenn ich einen Weg erklären soll ;-) - aber beim Greifen habe ich da keine Probleme gehabt.
Wobei ich nicht immer das greife, was ich gerne möchte - das ist dann aber ein anderes Problem.

Beim Gitarrespielen ist es dann ja noch wieder anders, da greift alleine die linke Hand hohe und tiefe Töne. Den Ansatz von links-nach-rechts halte ich auch nicht für hieb- und stichfest.
Eigentlich ist schon alles gesagt.
Nur noch nicht von allen.
Karl Valentin
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Re: Lechts und rinks velwechsern ... 17 Sep 2008 13:11 #62080

  • rawi
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Hallo Zebrion,
einfach mal eine Hausfrau oder Strassenkehrer mit Besen beobachten - linke Hand hält Besen unten, rechte (Führungs-)Hand oben.
Das "es schon immer so war", war schon immer die schwächste Rechtfertigung.
Natürlich ist es verständlich, dass der gute Adolph Sax die Grundkonstruktionen der zeitgenössischen Instrumente übernommen hat, um nicht noch mehr Akzeptanzschwierigkeiten für sein neues Instrument zu haben, aber er hat halt auch die Konstruktionsschwächen übernommen.
Die haptisch "schwache" linke Hand muss die meisten und komplizierten Griffe ausführen, der schwächste kleine-linke Finger die schwersten Griffe, und die rechte Hand bleibt recht gelangweilt. Ist halt so und natürlich gibt es schlimmeres auf der Welt - darf man aber doch mal sagen.
Das chromatische Spielen und Denken (als Referenzsystem aller beliebiger Tonarten) war für A.Sax kein Thema, die Bläser hatten gefälligst ihre Orchesterstimme zu spielen und bei Tonartwechsel sich ein anders gestimmtes Sax zu greifen.
Aber heute ist das Sax ein Soloinstrument geworden - und das ist entscheidend! Und für die von einem Topspieler erwartete harmonische Virtuosität und Improvisationstechniken ist die Konstruktion des Saxes ein Hindernis, dass man nur durch immenses und unaufhörliches Üben überwinden kann.
Es muesste mal wieder ein Gigant wie J. S. Bach erscheinen, der es wegen seiner anerkannten Genialität geschafft hat, neue Orgelkonstruktionen, neue Spieltechniken (Daumen spielt mit am Klavier) und eine neue temperierte Harmonik durchzusetzen, ohne die moderne Musik garnicht möglich wäre.
Gruesse
Rainer

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