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THEMA: Goldlack

Goldlack 29 Mär 2018 14:56 #122488

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Hallo erfahrene Saxophonies,

ich spiele Klarinette (Folk) und möchte mir ein Alt-Saxophon kaufen. Da ich schon Ü60 bin , werde ich nicht mehr die hohen Weihen erreichen, aber in den noch kommenden ruhelosen Tagen rockpopbluesiges spielen.
Nun gefällt mir Goldlack nicht soo - wird aber hauptsächlich so angeboten. Ist das so entscheidend für den Ton?

Welches Instrument der Preisklasse 1500€ wäre für mich gut?

Eure Erfahrung wäre mir eine Hilfe

Keep on Swinging :-)
fidelity
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Goldlack 30 Mär 2018 15:17 #122489

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Hallo Fidelity,

der Lack spielt schon eine Rolle, aber nur eine untergeordnete. Der Lack ist selbstverständlich eine zusätzliche aufgebrachte dünne Schicht auf dem Messingkorpus und ein unlackiertes Saxophon hat diesen "Überzug" nicht.
Wichtiger ist aber das Material des Saxophons (Messing, Kupfer, Neusilber, Bronze...) und das Setup: Mundstück - dem Blatt - dem S-Bogen und natürlich dem Saxophon. Dieses Setup hat einen viel größeren Einfluss.
Für Dich als Beginner auf dem Saxophon ist der Einfluss vom Lack unerheblich.

Es ist sehr schwer Dir einen konkreten Tipp zu geben welches Saxophon für dich optimal ist. Es kommt hierbei auf so viele Faktoren an, das man nur ganz vorsichtige Tipps geben kann.

Mein Tipp: Nimm Dir die Zeit und spiele verschiedene Saxophone mal an.
Der Lack wird dabei nebensächlich sein weil ganz andere Parameter für den Kauf entscheidend sind: Haptik, Abstände, Mensur, Sound, Aussehen...

Wenn Dir kein "güldenes Saxophon" gefällt und Du mit einem silbernem Sax besser klar kommst dann kaufe es. Dir gefällt der künstliche Vintagelook? Dann wird es dieses. Vielleicht kommst Du aber mit einem goldenem Sax besser klar, der Klang entspricht Deinen Vorstellungen - dann kaufe unbedingt dieses. Das Aussehen ist dabei von ganz untergeordneter Bedeutung. Du willst ja darauf spielen, gut klingen, es aber nicht als Accessoire zum Outfit tragen.
Dabei gibt es im goldenen Finish so viele Unterschiede: Glänzend, matt, zweifarbig ...

Die unlackierten Korpusse haben einen Nachteil: Sie laufen schnell an und das Messing ist absolut ungeschützt. Dein Saxophon wird auch außen feucht durch die Feuchtigkeit im Atem welcher über die Klappen heraustropft....

Zu der Preisklasse: Die Yamahas sind gutmütig, qualitativ hochwertig und auch als Gebraucht sehr zu empfehlen. Oft aber in Goldlack :laugh: Teste Dich mal durch.
Mein Tipp: Gehe in den Fachhandel, schaue Dir die Instrumente in natura an, halte sie selber in den Händen und spiele sie an. Du wirst Unterschiede im Handling und Sound bemerken!
Bitte keine Billig-Kanne aus dem Netz - Die spielen oft am Anfang sehr gut, aber nach einiger Zeit wird Dich der Sax-Doc mit Vornamen begrüßen, denn da wirst Du öfter hinmüssen zum nachjustieren und Klappen abdichten.

Viele Grüße
Rene´
Letzte Änderung: 30 Mär 2018 15:23 von Rene. Begründung: Schreibfehler
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Goldlack 30 Mär 2018 22:29 #122490

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Hallo Fideli,

schöner als Rene kann man es nicht beschreiben.

.. doch Dir sind ja vielleicht mehrere Meinungen angenehm,
deswegen:
Wichtig ist, und dann ist es ein FÜR DICH gutes Sax, wenn DU DICH "drauf wohlfühlst" und dir der Klang gefällt, alles Andere ist Geschmackssache.

Eines nur möchte ich hinzufügen, denn ich halte das für außerdem sehr wichtig,
die Intonation,
denn jedes Sax hat andere "Eigenarten" sich dahingehend zu verhalten.

Mir ist besonders wichtig
( und das dürfte es für Dich auch sein, gerade wenn du zwischen vielen Instrumenten wechselst)
daß ein für mich gutes Sax bei MEINER Art zu spielen von unten bis oben gut intoniert, so daß ich nicht hier drücken, dort lockerlassen, oder noch woanders irgendwie ausgleichen muß.

Und das machen die "Billigen" fast alle nicht, da will jedes irgendwie besonders gespielt werden.
Intonations- und somit "idiotensicher" sind vor allem Yamaha, Yanagisawa, dann eigentlich alle "großen Marken, wobei zB Selmer auch hier und da "zickig" sein kann.
Und die beiden Y
( sind nicht umsonst DIE Schülerinstrumente, nicht weil sie billig sind, sondern weil sie leicht losgehen und auch ohne gut geschulten Ansatz erstmal gut klingen ... können... )
machen es Dir auch am leichtesten schöne Töne hervorzubringen, denn wenn du bisher nur Klarinette gespielt hast könnte es sein daß dir das Sax zunächst Probleme bereitet, es will anders gespielt werden als die Klari, wobei das Alto "näher an der Klarinette" ist als zb das Tenor.

Probieren ist wirklich das Beste, mit diesem Wissen was wir hierhingeschrieben haben.

Und last but not least ist Goldlack neben Nickel am wenigsten empfindlich, Silber läuft an..... und der Klangunterschied sind wirklich nur Nuancen, die man auch durch andere Änderungen ausgleichen kann.

So viel wollte ich gar nicht, sorry! ;-)

Viel Spaß beim Aussuchen .... mit gutem Mundstück / Blatt und Stimmgerät in den Laden gehen, noch besser eine Profi mitnehmen.

Lubo
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Goldlack 30 Mär 2018 23:43 #122491

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fidelity schrieb:
ich spiele Klarinette (Folk) und möchte mir ein Alt-Saxophon kaufen.(…) rockpopbluesiges spielen.

Du kommst von der Klarinette und willst einen kernigen Sound (Rock/Blues) auf dem Alto? Du wirst Jahre brauchen! Besorg dir ein Tenor. Das würde dich schneller und mit weniger Arbeit (Zweitinstrument?) zum gewünschten Ergebnis führen. Ein Alto überzeugend "rocken" zu lassen ist nicht so einfach, bei den meisten piepst es ziemlich unrockig vor sich hin.

In beiden Fällen würde ich den dem Preisrahmen zum Gebrauchtinstrument raten. Die Auswahl wäre riesig und high class.

Lackierung hat geringen Einfluss auf den Klang, aber schon ein wenig. Unlackiert ist schon gut, aber mein unlackiertes TK Melody Yardbird Alto sieht allerdings jetzt schon aus wie 60 Jahre bei schlechter Pflege. Nickel ist dankbar, es gibt aber Allergiker, auch klingen sie gerne etwas harsch. Silber ist putzintensiv oder schnell angelaufen, klingt aber sehr gut und konserviert am besten (mein 1926 Martin in Silber ist wie neu), die goldlackierten snd heute alle zerfressen. Allerdings wäre das bei unserer altersbedingten Restlebenserwartung relativ egal :)
Pierret Bari & Alto
Yardbird Alto
Martin C-Mel
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Goldlack 31 Mär 2018 11:19 #122495

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Hallo fidelity,
Rene und Lubo haben Dir schon trefflich und umfassend geantwortet. Dem ist nur wenig hinzuzufügen. Da sich Klarinetten- und Saxophonansatz wesentlich unterscheiden und Du - wie ich annehme - noch nicht über ein gewohntes Setup (Mundstück/Blattkombinatin) für das Alt verfügst, würde ich zum Probieren einen Sax-Lehrer bzw. Zumindest einen guten und erfahrenen Saxophonisten mitnehmen, mit dem Du die empirischen Testergebnisse vergleichen und besprechen kannst!
Viel Glück und Freude beim Testen! Nimm Dir ausreichend Zeit und kauf, wenn Du Dir sicher bist, dass es das Richtige ist!
Grüße aus Wien,
SaxDocM
Letzte Änderung: 31 Mär 2018 11:21 von SaxDocM. Begründung: Fehler
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Goldlack 31 Mär 2018 16:37 #122504

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Hey liebe Leute,
vielen Dank für die prompte und kundige Antwort :-)
Ich habe mich gerade heute in meinem Musikladen (immer mit der Klarinette) von dem netten Zuständigen beraten lassen und ausprobiert - er spielt beides, Kl und Sax, und auch aktiv als Ensemble-Leiter.
Ja ich höre und fühle in den Händen sehr wohl die Unterschiede.
Demnächst ist die Frankfurter Musikmesse - da werde ich mal verschiedenes ausprobieren.

Ich brauche ein leicht spielbares Student-Modell als gutes Mittelmaß - zu den ganz großen Weihen werde ich nicht mehr gelangen, Ü60 - ich will Spaß dabei haben, brauche dazu kein Prestigeobjekt ;-)

beswingte Grüße
fidelity
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Goldlack 18 Jun 2018 19:18 #122559

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Und? Hast Du was gefunden? Wäre schön zu wissen, welches Instrument sich jetzt Deiner Zuneigung erfreuen darf. :)

Übrigens: Goldlack muss es wirklich nicht sein (ich mag das auch nicht). Ich habe ein wunderschönes schwarzes Alto aus Taiwan, das ich nicht mehr hergeben würde. ;) Wäre auch in Deinem Preisbereich und gute Qualität. Es müssen nicht immer die großen Namen sein, obwohl ich mit ganz unbekannten Phantasienamen auch vorsichtig wäre.
Letzte Änderung: 18 Jun 2018 19:20 von Saxoryx.
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