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THEMA: Die Suche nach dem besten neuen Saxophon!

Die Suche nach dem besten neuen Saxophon! 12 Apr 2005 21:19 #2427

  • rup
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Hallo Musiker!

Möchte euch heute ein paar Informationen schreiben über meine umfangreichen Alt-Saxophonproben in den letzten 2 Monaten.
Alle Saxophone wurden mit einem Meyer USA M7 bzw. Selmer S 80 D Mundstück gespielt.

In meinem Probespiel bewertete ich grundsätzlich:
· Klangvolumen: Dieses sollte einen gleichen Sound, in allen Tonlagen und vor allem im PPP und FFF erreichen
· Stimmgenauigkeit: Sollte im Bereich "des Möglichen" sein. D. h. ein schneller Instrumentenwechsel birgt oft das Problem, dass man unter Umständen lange braucht um die Tondifferenzen anzugleichen.
· Griffklappentechnik: Wie leicht ist ein Instrument zu greifen. Hat es Ecken, läuft es gleichmäßig und läuft es leicht.
· Ist es sowohl einem geschulten Vielspieler (zu dem ich mich selbst zähle) zuzumuten und auch einem guten Schüler (kein reiner Anfänger, sondern einem wirklich Talentierten).

Antiqa
Anfangs wenig erfreut schon wieder ein Billiginstrument in den Händen zu halten, war ich eigentlich überrascht. Das Klangvolumen war im Mittelfeld und in den unteren Tönen äußerst gut. Etwas dünner wurde es bei den obersten Tönen. Die Stimmgenauigkeit verlief ebenfalls parallel dem Klangvolumen, wobei ich aber hier für einen guten Musiker abrate, weil die oberen Töne ganz einfach den Spaß verderben. Die Griffklappentechnik ist nicht zu verachten, wobei es kein Superflitzer war.
Das Antiqa-Alt könnte aufgrund des Preises, ein Reserveinstrument für den Vielspieler sein, und ein Einsteigerinstrument für einen talentierten Schüler, der von vorne herein mehr aus einem Saxophon holen will als nur Aneinanderreihungen von Tönen.


B&S Medusa
Ein Schüler schleppte mich zum Probespiel. Ein für mich unbekanntes Saxophon, das beim ersten Anspielen ein Gefühl verursachte, als käme es aus einer Wagenschmiede. Das meine ich nicht negativ, sondern damit deute ich an, dass die Handarbeit deutlich spürbar ist. Das gespielte Modell hat serienmäßig 3 Bögen, die Spaß garantieren.
Das Klangvolumen war überragend. Es dürfte einem Selmer Mark xx nachgebaut sein. Das sagt man, aber man spürt und hört es deutlich. Da kann man Gas geben ohne Ende. Kein zickiger Ferrari, sondern ein gediegener Sportwagen mit schier endlos scheinenden Reserven seitens des Klangvolumens.
Bei der Stimmgenauigkeit allerdings hatte es einen Haken: Die oberen Töne waren nicht dort, wo ich es gewollt hätte. Es ist eben klar ein Profiinstrument und für solche gebaut. Die mittleren und unteren Töne stimmten sehr gut.
Die Griffklappentechnik erinnert an einen Mercedes. Passgenau, gediegen, ruhig, wenn man will, spontan, aber kein BMW (Mercedesfahrer wissen aber so manchen BMW zu überholen! – Man möge mir den primitiven Auto-Marken-Vergleich verzeihen)
Das B&S Medusa Alt-Saxophon ist ein absolutes Profiinstrument, wobei mir das Tenor-Saxophon eine schlaflose Nacht beschert hat (soll ich's kaufen – oder nicht – oder doch – oder nicht......).


Jupiter 769
Gesucht wurde "das" gute Schülerinstrument. Nach Yamaha 275 und 62, bekamen mein Schüler und ich das Jupiter 769 in die Hand gedrückt. Die Überraschung war perfekt. Ein Klangvolumen, aus dem man mehr machen konnte. Je offener das Mundstück desto mehr Sound. So soll es ja sein. Allerdings ist Jupiter an die Grenzen gegangen. Ein Schüler mit schwachem Luftdruck aus dem Bauch könnte Probleme beim Überblasen bekommen. Mein Schüler hingegen war prädestiniert für dieses Instrument und lehnte das Yamaha von da an vehement ab.
Die Stimmgenauigkeit ist vorbildlich. Ich kann keinen Unterschied zu einem Yamaha feststellen. Was will man mehr?
Die Griffklappentechnik ist für einen Selmer-Spieler etwas unruhiger. Reagiert aber auf das Gas-geben vorbildlich. Keine Ecken und Kanten beim Greifen.
In Summe ein sehr gelungenes Instrument, sowohl für einen Profi als 2. Instrument, als auch für einen Schüler mit einem nicht zu großen Mundstück. Ich finde dieses Jupiter 769 hat das beste Preis-Leistungsverhältnis von allen meinen probierten Saxophonen.


Yamaha 275
Das hochgelebte heilige Yamaha! Endlich hatte ich es in der Hand. 2 Minuten. Technische Kontrolle – 100%ig! Keine Frage! Zwei andere Mundstücke probiert – Alles 100%ig!
Wie kann man dieses Instrument beschreiben? Selbst der dümmste Schüler, kann dieses Instrument erlernen. Perfekte Aneinanderreihung von Tönen ist garantiert.
Nur Musik macht man mit anderen Saxophonen und nur zum Lernen ist es viel zu teuer. Wer sich auskennt, kauft sich kein Yamaha 275.


Yamaha 62
Eher widerwillig setzte ich mein Meyer-Mundstück auf das Yas 62. Und siehe da! Die Sonne ging auf. Yamaha kann auch Musikinstrumente machen und nicht nur funktionelle Geräte.
Mit diesem Klangvolumen kann man arbeiten. Eigentlich ist dieses Instrument ein Maßstab. So muss es mindestens sein, damit man Musik erzeugen kann.
Ebenso in der Stimmgenauigkeit. Hier spürt man die Wissenschaft der Genauigkeit. Doch was tut ein Saxophonist? Er verzerrt den Ton, damit seine Note heraus kommt und er sich von anderen in positivster Weise unterscheidet. Zumindest das schlechte Gewissen an einem schlechten Tag ist mit dem Yas 62 beruhigt.
Die Griffklappentechnik ist ebenfalls Maßstabsgetreu. Nur Sportwagengefühle bekommt man trotzdem keine. Es braucht eben Können aus dem Hirn.
In Summe verstehe ich von diesem Tag an den Yamaha-Anhänger. Nicht zu verachten. Ein braver Musiker, der von Zeit zu Zeit etwas mehr zeigt. Und wer es sich leisten kann, der spielt schon als Schüler damit.


Keilwerth SX 90
Keilwerth? Was ist das? So der erste Gedanke. Habe mich innerlich auf ein Instrument zwischen den schon Probierten eingestellt. Aber! Da wurde ich etwas anderen belehrt!
Das Klangvolumen ist revolutionär! Ein eigener Charakter. Rauchig, wild. Bezähmungsbedürftig. Da wird der Mann im Mann geweckt. Gedanken verrauchter Untergrundbars sind verbunden mit dem Ton.
Das Thema Stimmgenauigkeit wird nur mehr mit Mühen wahrgenommen. Das Tier wollte raus aus dem Musiker. Da stimmen die Töne immer. Kein Bemühen war notwendig um das geschulte Gehör zu befriedigen.
Die Griffklappentechnik unterstützt ein wahrlich gelungenes Instrument.
Es sei mir verziehen, dieses Instrument keinem Schüler geben zu wollen. Ich empfinde nur Unverständnis über das deutlich unterbewertete Keilwerth. Noch dazu Made in Germany! Sowohl "Gerät" als günstiger Preis sind sagenhaft. Wann denkt der Deutsche über seinen Selbstwert nach?


Roy Benson
Ein viel gehörter Name bei meinen Schülern. Naja, dann probieren wir halt einmal eines.
Klangvolumen: Besser als Yas 275 alle mal. Auch sehr mundstückabhängig. Doch es hat keinen Charakter. Es ist Ware, die verkauft wird um Schüler zu befriedigen. Billig solls halt sein....
Stimmgenauigkeit: Alles im Rahmen. Musik ist theoretisch machbar. Es gibt eben gute und weniger gute Musik.
Grifftechnik: Dem beginnenden Schüler angepasst. In der Mitte gut, unten und oben gewöhnungsbedürftig. Leichte Ecken und Kanten beim Durchgreifen.
Ich würde es als Vielspieler nicht kaufen. Und meinen Schüler liebe ich auch mehr, als ich ihm ein Roy Benson rate.


Charleston
Hier eine echte Überraschung!
Klangvolumen: Billig (es gibt nur das eine Wort dafür).
Stimmgenauigkeit: Billig
Grifftechnik: Billig
Und hier ein echter harter Satz: Der Händler, der dieses Saxophon verkauft, verkauft seine Schwiegermutter genau so – aber er wird nie interessiert sein, ein gutes Instrument zu verkaufen!


Selmer 80 Serie II
Selmer, der Traum eines Saxophonisten. Und es gibt viele Selmer Saxophone, denen man nachsagt, keines gleicht dem Anderen. Und doch habe ich an die 10 Selmer Super Action 80 II probiert. Daraus mein Urteil:
Klangvolumen: Dieses Selmer hat ein eigenes Klangvolumen, das sich durch alle anderen unterscheidet. Mir wird manchmal nachgesagt, ich erzeuge Buffet-Klarinettentöne damit. Fein, symphonisch, ruhig. Kein besonderes Auffallen.
Stimmgenauigkeit: Sehr gut! Wo bleibt das Wort Perfekt? Geht nicht! Alle Selmer Super Action haben einen Fehler. Schon höre ich den Aufschrei der Selmer Anhänger! Und doch! Was hilft es, wenn 4 von 5 Musikern, und ich spreche hier von Musikern und nicht von Schülern, Probleme haben mit der Intonation?
Griffgenauigkeit: Sehr gut! Nur Yamaha ist besser, und xy kann es genau so gut. Nicht alle, doch wo bestätigt sich der Mythos Selmer?
In Summe eine große Enttäuschung! Viel Arbeit muss man hinlegen für ein wahrlich fehlerhaftes Instrument. Ich reklamierte einmal Eines als No-Name-Musiker. Und ich bekam zur Antwort: Das Selmer ist in Ordnung – Das ist Selmer-Norm! Also ist alles gesagt!


Selmer 80 Serie III
Der Hunger nach dem Selmer Mythos trieb mich zur Serie 3. Bessere Technik. Mehr Leistung – wurde mir gesagt.
Klangvolumen: Ich konnte keinen Unterschied zur Serie II feststellen.
Stimmgenauigkeit: Weiter kein Unterschied zur Serie II (kann Selmer keine funktionierenden Instrumente herstellen?)
Grifftechnik: Wunderwerk? Wo ist hier das Wunderwerk? Ich will die Verbesserung nicht schmälern, aber ein Wunderwerk ist dies keines. Es ist eine Verbesserung, die wissentlich weit über den Preis verkauft wird. Kurz gesagt: Yamaha kann es genau so!


Selmer Reference
Geld spielt keine Rolle! Also her mit dem Super-Saxophon aller Saxophone! Ausgesucht aus 3 Reference. Gespielt, im ruhigen Raum nur 3 Minuten!
Klangvolumen: Hier die große Enttäuschung: Ein „Piepserl“ Keinen Charakter! Wo ist da etwas Besonderes? Man möge mich entschuldigen, ich habe da ein Instrument in der Hand, in der Preisklasse über EUR 3000,00! Da hätte ich mir etwas Besonderes erwartet, wie B&S, Keilwerth, usw. die zudem weit günstiger sind. Und dieses Instrument soll eine Neuauflage des, leider von mir noch nicht gespielten Mark xx sein?
Stimmgenauigkeit: Vielleicht verlange ich zuviel, aber hier überhaupt auf die Idee kommen zu können, dass die Stimmgenauigkeit nicht im Rahmen sein kann, ist schon absurd. Natürlich stimmt ein Selmer (Selmer-Norm)!
Grifftechnik: Widerspruch! Dieses Selmer spielt sich leichter als die Vorgänger. Keine Frage. Und doch. Warum das Geschrei dann bei der Serie III? Ist es doch nicht besser als das Reference? Warum hat man die Technik nicht mitgenommen?
Tut mir leid, Selmer-Anhänger. Das Selmer ist ein Spitzen-Instrument. Doch Selmer ist hauptsächlich Spitze in der Vermarktung eines hochpreisigen Instrumentes. Hier liegt die wahre Stärke von Selmer. Im kaufmännischen Bereich. Qualitativ und quantitativ ist Selmer keineswegs Spitze. Fairer Weise will ich sagen, dass ich kein altes Mark xx gespielt habe. Ich vermute hier die wahren Stärken von Selmer.


Stagg
Whats that? Billigware! Gut, auch so etwas muss man probieren.
Klangvolumen: Mundstückabhängig! Ich hatte kein einziges Instrument in der Hand, das so auf die Verschiedenartigkeit der Mundstücke reagierte. Nur leider auch in negativer Sicht. Denn bei den großen Mundstücken, hat es deutlich Schwierigkeiten gewisse Töne zu erzeugen, was nichts anderes heißt: Nicht alle Töne sind spielbar.
Stimmgenauigkeit: Hier ist man echt gefordert. Nicht etwa nur im untern oder oberen Bereich. Auch im Mittelfeld muss da korrigiert werden.
Grifftechnik: Die erste Erfahrung ein echtes eckiges Instrument in der Hand zu haben.
Nur eines habe ich auch entdeckt: Wer einen absolut unvergleichlichen Sound will, der hat mit dem Stagg eine Chance. Nicht uninteressant für Experimentierfreudige, die wissen, dass Musik keine Excel-Liste ist.


Yanagisawa 991
Meine Testliste ist wahllos zusammen gestellt. Dass ich dieses Instrument zum Schluss beschreibe soll einen Happy-End Charakter bringen.
Klangvolumen: Perfekt, wenn man ein Instrument sucht, mit welchem man gediegene Musik spielen will. Einzige Wahl für ein symphonisches Orchester. Kein anderes Instrument bietet dieser Arbeit die geforderte Hardware. Ein eigener Klang, an dem man das Saxophon erkennt. Perfekt!
Stimmgenauigkeit: Hier habe ich ein echtes Problem bekommen: Yamaha stimmt perfekt! Doch Yanagisawa stimmt noch besser? Musiker sind Gefühlsmenschen und so möchte ich verstanden werden. Die Stimmgenauigkeit ist 100%ig.
Grifftechnik: Symphonisch. Klar, gediegen, gleichmäßig. Dieses Instrument geht mit. Schnell oder langsam – immer genau. Es ist schneller als mein Denken.
Nur genau das ist der Punkt. Das Yanagisawa braucht keinen Denker, also keinen Musiker, der aus der Reihe tanzt, wie ein Jazzer oder so. Wer ein Yanagisawa spielt, tanzt schon aus der Reihe. Es ist Perfekt und anders.


Mein Ziel ist und war nicht die Bewertung von einzelnen Instrumenten. Notgezwungen kam ich durch meine Schüler (auf einmal hatte ich lauter Saxophonisten) in die Bedrängnis, mehr Wissen über die einzelnen Instrumente anzusammeln. Und nachdem ich auch in diesem Forum wenig Vergleichbares fand, tat ich selbst.

So, und jetzt seid ihr an der Reihe!

Lg
Rup


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Die Suche nach dem besten neuen Saxophon! 13 Apr 2005 00:24 #2428

  • Tom
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Also ich find`s toll was sich der Rup für Arbeit gemacht hat! Hab`s gern gelesen - bin leider fachlich nicht in der Lage an der Reihe zu sein...
und mal gespannt ob - und was - da so kommt.
Tom
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Die Suche nach dem besten neuen Saxophon! 13 Apr 2005 09:07 #2429

  • AWW
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Hallo Rub
super viel geschrieben das ist ein lob wert.
also um es vorsichtig auszudrücken,meine lehrer freund und kollege von der musikschule meinte ich wäre ein talent.na denn und hat mir nach dem ich ein selmer SA 80 II hatte eines von den guten alten empfohlen.
hier trifft auch ein großteil deiner beschreibung zu und was die applikation angeht ist es eine geringe umstellung.leider hast du nicht geschrieben.welche instrumentenwechsel du meintest sopr-alt oder tenor-bari??
bei den guten alten auserlesenen gibt es ja instrumente wie z.b das selmer mark VII das eine gute applikatur hat.
yanagisawa und yamaha habe ich beide als tenorhörner angespielt und sie haben für neue saxophone mir ganz gut gefallen.nur den klang der alten USA saxe eben verständlciher weise nicht erreicht.
willex :pirat:
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Die Suche nach dem besten neuen Saxophon! 13 Apr 2005 10:23 #2430

  • Bloozer
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Wann denkt der Deutsche über seinen Selbstwert nach?

Da ist was dran. Diese Mischung aus 'Geiz ist geil' Mentalität und Anbetung angloamerikanischer Begrifflichkeiten führt dazu, daß ein 'Reference Pro bla bla bla' bei der nachahmenden Masse der Leute automatisch höher bewertet wird als ein Keilwerth, Kohlert oder Meyer, etc, etc
Wächst denn das Gras schneller, wenn man daran zieht?
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Die Suche nach dem besten neuen Saxophon! 13 Apr 2005 12:35 #2431

  • AWW
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ja da hast du recht bloozer der auch ein talent ist ;-)
aber wir kaufen ja auch alle anderen autos außer die deutschen,selbst mit europäischen tun wir uns schwer.
na gut billig ich meine billig und nicht günstig
und dann noch alles drum und dran haben wollen so ist sie des deutschen Mentalität
einen schönen guten tach auch
:pirat:
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Die Suche nach dem besten neuen Saxophon! 13 Apr 2005 15:07 #2432

  • WStolz
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Also ich finde den Bericht gut, nicht nur weil ich ein YTS62 spiele, sondern auch als Diskusionsgrundlage.
Ich mag auch die Vintage-Saxe und da muß nicht Conn, Büscher, Martin oder Selmer draufstehen. Als Alt hab ich ein Hüller und bin sehr zufrieden damit. Im Moment restauriere ich mir ein Bandmaster-Tenor als Zweitinstument.
Es kommt immer darauf an für was ich das Sax brauche. Das YTS62 hab ich zum Üben der Etüden und Exercises, auch im Jazz, und im Orchester.
@willex:
Ich kann mich nicht als Talent bezeichnen, ich muss mir alles erarbeiten -leider-
Theorie und Praxis sind untrennbar, auch im Jazz.
Musik ohne Theorie wäre blind, ohne Praxis taub. (Joe Viera)
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Die Suche nach dem besten neuen Saxophon! 16 Apr 2005 14:03 #2460

  • slowjoe
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Und trotzdem reflektiert so ein Test nur die persönlichen Vorlieben und den persönlichen Geschmack des Testers in Bezug auf den Klang. Das Ergebnis könnte bei einem anderen Tester erheblich unterschiedlich ausfallen.
Die Bewertungen für Ansprache und Intonation gelten ebenfalls nur für die beiden beim Test eingesetzten Mundstücke. Ansprache und Intonation (und natürlich auch der Klang) wären beim Einsatz anderer Mundstücke mit Sicherheit anders bewertet worden.

Slowjoe
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Die Suche nach dem besten neuen Saxophon! 16 Apr 2005 15:42 #2463

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Ich glaube es haben mehrere Leute getestet oder hab ich das falsch verstanden. Dennoch ist es richtig, dass bei einem Test immer die persönlichen Vorlieben mit einfließen. Das lässt sich nicht vermeiden. Daher sollte man sich auch mehrer Tests anschauen um selber einen ungefähren Vergleich zu haben. Besser noch man testet selber, wenn man es kann.

Dennoch gibt der Bericht im Falle Selmer das wieder was immer mehr in der Diskussion um den Selmerhype im ganzen Lande Formen annimmt. Die Selmerlegende ist Vergangenheit und die Qualität längst nicht mehr auf Profinieveau. Dennoch setzt Selmer immer noch Standards, wenn es auch nur in der nachlässigen Qualitätskontrolle ist. Die anderen Hersteller ziehen nach, gleichen aus oder überholen. Ich hoffe nicht das sie an den neuen Selmerstandard anknüpfen.Das ist eine Sache die man klar aus dem Bericht lesen kann.

Eine Weitere wäre, das es sich durchaus lohnt eine Mindestsumme für ein Einsteigersax anzulegen, da es unterhalb dessen derzeit kaum vernünftige Instrumente gibt bzw. geben kann.

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Die Suche nach dem besten neuen Saxophon! 16 Apr 2005 16:57 #2464

  • mos
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Ich denke auch, dass dieser Test bei jedem persönlich anders ausfallen würde. Das ist es ja eben,was das Saxspielen so interessant macht.
Jeder hat ein anderes Spielgefühl, ein anderes Soundempfinden einen anderen Ansatz etc. etc.

Mir persönlich gefällt z.B. der Keilwerth-Klang besser als er Selmer-Klang, das ist aber wieder eine rein subjektive Meinung. Man kommt eigentlich um das Probieren nicht herum. Es gibt ja zum Glück heute eine sehr große Auswahl an Instrumenten in allen Preislagen.

Ich stimme allerdings Smatjes zu, dass eine gewissen Mindestpreislage bei einem Neuinstrument schon eingeräumt werden sollte.
So long
mos
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Die Suche nach dem besten neuen Saxophon! 18 Apr 2005 15:27 #2488

  • ehopper1
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Wie mos schon sagt finde ich auch, dass es eine rein individuelle Geschichte ist.

Jeder hat eine eigene Vorstellung von Klang, Spielgefühl, Ansatz, Ansprache und was es sonst noch alles gibt.

Ich stehe z.B. mehr auf Vintage Instrumente.
Ich meine, dass diese Instrumente vom Sound her mehr Charakter haben.
Ich habe auch das Gefühl, dass ich damit am besten klar komme.
Meine Mitmusiker meinen auch, dass meine Vintage-Kannen bei mir super klingen.

Das schließt aber ja nicht aus, das man neue Instrumente gleich abhaken muss.

Ich habe ein gutes Beispiel erlebt, welches das Gegenteil beweist:
Ein Kumpel stieg um von seinem 50er-Jahre Kult-Mark VI Alto auf ein Yamaha Alto (glaube es ist ein 62er).
Alle dachten er ticke plötzlich nicht ganz richtig.
Bei ihm hieß es immer Mark VI, Mark VI und nochmals Mark VI.
Er wollte auch nur ein gutes Sax für seine begabteste Schülerin kaufen.
Hat dann zwei gleiche Yamahas getestet, die nicht so doll waren.
Dann tauschte er die S-Bögen aus und die eine Kanne ging plötzlich wahnsinnig ab.
Seither spielt er von Sopran bis Bariton Yamahas, und das wie!
Auf "Fremdwörter" wie Mark VI oder Vintage reagiert er inzwischen wie ein langjähriger Kettenraucher, der plötzlich zum Nichtraucher geworden ist.

So kann es auch gehen.

Mike
Mehr von mir kommt heraus, wenn ich improvisiere. -- Edward Hopper
Jazz is not dead, it just smells funny! -- Frank Zappa
To pass through life and miss this music is to miss out on one of the best things about living. -- Art Blakey zum Jazz
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