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THEMA: Gehörbildung für hohe Töne?

Gehörbildung für hohe Töne? 09 Sep 2008 19:08 #61670

  • Raggae
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Ich kämpfe immer noch mit der Intonation meines neuen Soprans. Probleme machen mir dabei vor allem die ganz hohen Töne. Und ich habe gemerkt, dass das anscheinend zu einem ganz großen Teil daran liegt, dass ich mir die falschen Töne DENKE (und die dann auch spiele). Zum Beispiel kriege ich in der Höhe keine Oktave hin sondern liege immer etwas zu hoch - also ohne einen Ton zu spielen, sondern nur gedacht bzw. innerlich gesungen. Entsprechend spiele ich dann natürlich auch einen zu hohen Ton anstatt der Oktave.

Ich vermute, dass das vielleicht daran liegt, dass das ein Bereich ist, in dem ich nur ganz wenig Erfahrung habe, weil ich da weder mit meiner Singstimme hinkomme (auch nicht mit Kopfstimme) noch jemals ein Instrument in der Höhe gespielt habe.

Gibt es vielleicht irgendwelche speziellen Übungen, um in solchen hohen Bereichen erst mal innerlich sicherer zu werden?
Kaufst du noch oder spielst du schon?

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Re: Gehörbildung für hohe Töne? 09 Sep 2008 22:52 #61685

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Hallo Raggae,
ich weiß zwar nicht, ob das hilft............Hast Du ein Keyboard? Oder etwa ein Klavier rumstehen?
Da könntest Du Dir alle Töne klingend anhören und sie eventuell mit Deiner eigenen Stimme begleiten, bzw. wiederholen. Wenn man sich einen Ton vorstellen möchte, sollte man ihn auch " kennen ". Sikora hat in seinem Buch gesagt, dass man viel singen sollte, wo auch immer und wenn es unter der Dusche ist O0. So kannst Du auf Dauer Dein Gehör schulen. Ich pfeife oft mit, wenn mir ein Stück gut gefällt. Meine Singstimme lässt zu wünschen übrig, früher war das mal anders.
Also HÖREN und SINGEN, that"s it :-ß
VLG,
Saxfriend25
Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.
V.H.
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Re: Gehörbildung für hohe Töne? 09 Sep 2008 23:18 #61688

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Hi,

singen ist schon mal sehr gut. Allerdings: Wenn man die Töne falsch hört, wird man sie auch falsch singen. Das Sopran hat ganz oben seine Tücken: Das Problem, überhaupt einen Ton zu produzieren, die erhöhte Kontrolle, ihn korrekt zu halten und dann eben noch die Tonhöhe. Coltranes erste Aufnahmen auf dem Sopran (mit Don Cherry - The Avantgarde) waren ziemlich merkwürdig. Die Probleme sind also normal.
Mein Ratschlag ist relativ unspektakulär, aber möglicherweise zielführend:

1. Aufnahmen anhören mit hohen Instrumenten und Stimmen. Man kann im Großen und Ganzen nur spielen, was man hört.

2. Und die hohen Töne zu Akkorden (Gitarre, Klavier, Computer - woher auch immer) als Arpeggien üben und den obersten Ton etwas länger halten, weil immer die Gefahr besteht, dass er wegbricht. Auf diese Art und Weise justiert man sich ein.
next time you see me...
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Re: Gehörbildung für hohe Töne? 10 Sep 2008 00:02 #61691

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Tach auch.

Hilfreich finde ich es, mich an hohe Töne ´ranzutasten. Also nicht sofort das hohe fis spielen, sondern vlt. chromatisch vom fis drunter hochgehen. Wenn Du das regelmäßig machst, wird Deine Tonvorstellung besser. Ich kann mich nur wiederholen: Stufige Rückung (bb-b-c-cis - b-c-cis-d - c-cis-d-dis usw.) über den kompletten Tonumfang. Mir hat´s geholfen...

Keep on Skankin´! :-s
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Re: Gehörbildung für hohe Töne? 10 Sep 2008 00:16 #61694

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Re: Gehörbildung für hohe Töne? 10 Sep 2008 07:47 #61700

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Keine Ahnung, ob es beim Sax hilft, aber versuch doch erstmal, Melodien in der hohen Lage zu spielen, die dir sehr gut bekannt sind. Da hast du ein gutes Gefühl für die richtigen Intervalle und merkst eher, wenn du mal daneben liegst. Ich habe z.B. als ich mit den höheren Noten angefangen habe, ganz viel aus meinen Flötennoten gespielt, die ich fast auswendig kenne und darum genau weiß, wie sie klingen sollten. Grund war, dass darin einfach mehr hohe Töne vorkommen ... Damit habe ich das intonationsmäßig relativ schnell in den Griff bekommen (zwar auf dem Tenor, aber es geht dir ja ums Hören und nicht um die Technik, da dürfte das egal sein).

Außerdem kann ich neben der Singerei usw., was hier alles schon genannt wurde, nur die regelmäßige Arbeit mit dem Stimmgerät empfehlen. Ich habe es z.B. ganz oft einfach beim Üben auf dem Notenständer liegen und halte einfach zwischendurch "stichprobenartig" mal auf einzelnen Tönen an, die ich dann kontrolliere und falls nötig korrigiere. Man muss ja erstmal ein Gefühl für die richtige Tonhöhe bekommen.
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Re: Gehörbildung für hohe Töne? 10 Sep 2008 14:58 #61721

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Vielen Dank für alle Eure Vorschläge! :-ß

Also, ein Keyboard habe ich schon mal. Singen kommt in der Höhe wie gesagt nicht mehr in Frage. (Singe Bariton.)

Das Stimmgerät ist grundsätzlich immer an, wenn ich Sopran übe. Mein Stimmgerät hat so eine Funktion, dass es den Ton, an dem man am nächsten dran ist, auf einem eingebauten Lautsprecher ausgeben kann. Und weil das ein kleiner leiser Speaker ist, muss ich das Stimmgerät umdrehen und ganz nah mit dem Ohr ran (kann dann also nicht auf die Anzeige sehen), damit ich im Vergleich zum höllisch lauten Sopran überhaupt was höre. Damit kriege ich schon mal eine ganz gute Orientierung - habe ich heute ausprobiert. Nur bei den ganz hohen Tönen wirds wieder schwierig, weil man sich da irgendwie nicht so gut an den Schwebungen orientieren kann.

Dann habe ich mir, um mich an so hohe Musik zu gewöhnen, gestern mal auf dem Sequencer eine diatonische Kadenz programmiert, die ich in der ganz hohen Oktave abspiele. Und der oberste Ton wird dann gehalten. Das klingt erst mal schon ein bisschen grausam, aber ich will mich ja dran gewöhnen ...

Und dann habe ich mich heute mal beim Üben aufgenommen (La vie en rose in C klingend mit BiaB aber ohne Stimmgerät) und das Resultat in Melodyne angesehen: Wenn ich in der Tiefen Oktave gespielt habe, war die Intonation (auch der hohen Töne) astrein. In der hohen Oktave habe ich aber bei ca. +30 Cent angefangen und die dann leider auch zu den tiefen Tönen mitgeschleppt. Da geht mir also irgendwie komplett die Orientierung verloren, trotz BiaB.

Jetzt ist noch die Frage: Wo könnte ich hohe Musik herkriegen, bei der ich weiß, dass sie exakt intoniert ist? Eine Idee hätte ich dazu: Midi oder BiaB files einfach hoch zu transponieren. Oder fällt Euch vielleicht noch was besseres ein?
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Re: Gehörbildung für hohe Töne? 10 Sep 2008 15:12 #61724

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Flöte:




Sollte alles recht sauber sein, finde ich...
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Re: Gehörbildung für hohe Töne? 10 Sep 2008 16:28 #61731

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Hi

ich bin kein Freund von Stimmgeräten. Dabei wird jede Inflektion ignoriert. Dexter Gordon ist immer ein wenig flat. Steve Lacy stimmt immer ziemlich genau. Ein bisschen sharp zu spielen klingt aggressiv. Vieles, was nach Stimmgerät tendenziell falsch ist, KLINGT richtig, sogar im Satz noch. Und über Leittöne etc. wollen wir gar nicht reden. Ein c ist kein c ist kein c. Die Justage findet im Spieler statt. Das hat jetzt gar nichts mit "Feeling" oder "dreckig" oder auch nur mit Jazz zu tun. Man lernt nicht richtig zu spielen, wenn man immer gegencheckt. Man hört irgendwann, dass man richtig spielt. Wenn man das nicht tut, fürchte ich, hilft auch das Stimmgerät nichts. Das halte ich übrigens für eine epochale Erfindung - für Gitarristen.
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Re: Gehörbildung für hohe Töne? 10 Sep 2008 17:20 #61743

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[...] Die Justage findet im Spieler statt. Das hat jetzt gar nichts mit "Feeling" oder "dreckig" oder auch nur mit Jazz zu tun. Man lernt nicht richtig zu spielen, wenn man immer gegencheckt. Man hört irgendwann, dass man richtig spielt.[...]

Sehe ich auch so, bluemike.

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