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THEMA: Suche den seichten sound der 20-iger Jahre

Suche den seichten sound der 20-iger Jahre 17 Okt 2005 19:05 #5280

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Ich würde gerne mal diesen wunderbar seichten und schmalzigen sound der 20-iger Jahre auf einem Saxophon reproduzieren. Bloß auf welchem? Auf meinem geht das nicht so gut. Haben die früher c-Melodies gespielt oder lags am setup? Bin für jeden Tip dankbar. Muß ich was investieren?
Wächst denn das Gras schneller, wenn man daran zieht?
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Suche den seichten sound der 20-iger Jahre 18 Okt 2005 21:04 #5350

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Wird wohl beides sein. Der bekannteste Vertreter dieses Sounds war der fast vergessene beste Saxophonist aller Zeiten (Vorbild von Lester Young etc.) Rudy Wiedoeft. Einen wesentlichen Teil seiner Aufnahmen hat er mit C-Tenören eingespielt.
Wenn Du aus Hannover kommen würdest, könntest Du ja mal ein C-Mel bei mir antesten.
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Suche den seichten sound der 20-iger Jahre 18 Okt 2005 23:55 #5360

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Wenn Du aus Hannover kommen würdest, könntest Du ja mal ein C-Mel bei mir antesten.
Ja, komme aus Hannover. Hoffe, daß ich nächste Woche wieder spielen kann. Habe zZt noch Zahnprobleme. Wäre sehr interessiert. Ich hab aber auch inzwischen gelesen, daß C-Melodies im allgemeinen eine ziemlich schlechte Intonation haben und muffig klingen sollen und deshalb wieder von der Bildfläche verschwunden sind.



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<em>editiert von: Bloozer, 19.10.2005, 00:08 Uhr</em><!-- end editby -->
Wächst denn das Gras schneller, wenn man daran zieht?
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Suche den seichten sound der 20-iger Jahre 19 Okt 2005 02:11 #5361

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Moin !
Vorbild von Lester Young =Rudy Wiedoeft ?

Wo hast Du das denn gelesen?

Es gibt nur zwei Interviews, wo Lester Young sich dazu geäußert hat, was er so in den ersten Jahren gerne gehört hat.

Das waren Frank Trumbauer, Bud Freeman, und Jimmy Dorsey.

Da heißt es: 2 Stücke haben Lester Young fasziniert, gespielt von `Tram`: I´ll never miss the Sunshine und Sioux City Six!
C-Melody + Sopransax !

Liebe Grüße Hans


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<em>editiert von: HWP, 19.10.2005, 17:21 Uhr</em><!-- end editby -->
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Reeds-Shop

Suche den seichten sound der 20-iger Jahre 12 Nov 2005 02:26 #6535

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Hallo Bloozer,

Das Geheimnis des Sounds der 20-er Jahre ist nicht das C-Melody!
Der Sound des C-Melody liegt zwischen Alto und Tenor. Unten kann man rauchig spielen, wie mit dem Tenor, wobei der Klang nicht ganz so voll ist (weil das Instrument eben nicht dieses Volumen hat). Oben hat es das Strahlende vom Alto. Es ist kein echtes Tenor, auch wenn es häufig als solches bezeichnet wird. Es hat wirklich viel Charakter auch vom Alto!

Näselnd und muffig klingt es häufig mit den Original-Mundstücken. Aber da gibt es heute bessere! Frag mal MOS oder HWP!

Und das mit der Intonation: Die sind natürlich nicht schlechter als die Altos und Tenöre der Chu Berry Zeit!

MOS hat völlig Recht: Es ist überhaupt nicht einzusehen, warum keine C-Melodys mehr gebaut werden. Die Argumente für das C-Melody sind heute die gleichen wie damals. Und ihr Vito ist bestimmt genau so gut wie moderne Saxophone. Das sollte man nachbauen!!! Nur auf den Profisektor sollte man nicht setzen, das war wohl der Fehler von Vito. Die Kunden sind die, die mit Klavier und Gitarre zusammen spielen wollen, wie z. B. die Mitglieder von Saxwelt!

Und der Sound der 20er Jahre, das sind die Chu Berries, die Martins, die Buescher und die Kings, egal welche Tonlage, geht aber auch mit anderen Hörnern (z. B. Keilwerth). Das ist das richtige Mundstück, und das ist der richtige Ansatz. Das hat bei mir Jahre gedauert, ehe der Ton so aus dem Instrument kam, wie ich ihn im Kopf hatte. Aber das kann man nicht zwingen, das kommt ganz von selbst, wenn man tüchtig übt! Das richtige Mundstück muss man suchen, wenn der Ansatz stimmt, nach ein paar Jahren. Mal bei HWP auf dem nächsten Workshop probieren?

Viele Grüße
Alf



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<em>editiert von: Alf, 12.11.2005, 02:44 Uhr</em><!-- end editby -->
Spielt Klassik! Klassik ist gemafrei!
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Suche den seichten sound der 20-iger Jahre 12 Nov 2005 12:33 #6548

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Hi Bloozer
Also wenn es um den den schmatzigen Sound geht, bin ich absolut Fan der Conn Tenöre. Leider weiß ich nicht wie alt es war. Ich habe auf dem Workshop eines von Mario angespielt, und es war phantastisch. Einfach genau richtig und es war auch sehr leicht in der Ansprache. Leider ist die Ergonomie eine Katastrophe. Das tiefe B ging nicht, weil mein Finger zu kurz ist. :-(
Aber der Sound.... Du solltest eines probieren.
Viele Grüße Manfred
Yamaha YTS 62<br />Yamaha 4C ?<br />Rico Jazz Select 2M
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Suche den seichten sound der 20-iger Jahre 12 Nov 2005 22:22 #6579

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Tja, wenn das eine Gelegenheit ist, mal Mundstücke live auszuprobieren, ist der Workshop wohl ein Muß :-)
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Suche den seichten sound der 20-iger Jahre 13 Nov 2005 10:56 #6590

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Moin!

Diese Frage von Dir,Bloozer, kann nicht so allgemein über die Kanne oder das MP beantwortet werden.
Zwar begünstigen es die parabolischen Conn´s,Buescher,Martin´s, aber es liegt an der Tonbildungsform !
Es klingt irgendwie komisch, aber da heißt es bei den amerikanischen Saxern der 20-30 jahre,
"Den Alt zu formen"

Es ist eine Anlehnung an alte Klangformen der Romantik, wo es eine Tenorisierung des Klanges nicht gab.

So, wurde es mir von einem 90jährigen C-Melody Saxer erklärt.

Der Ansatz der hiefür erforderlich ist, ist zum einen klassisch, wobei sich die Unterlippe inkl. Unterkiefer, weiter nach innen wölbt als üblich.

Dadurch wird der Ton -<close and mellow>

Mhmm, ich kann es besser zeigen als erklären :-(

Oder soll ich mal was tonliches in der Verschiedenheit reinstellen ? :evil:

Liebe Grüße Hans

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<em>editiert von: HWP, 13.11.2005, 10:59 Uhr</em><!-- end editby -->
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Suche den seichten sound der 20-iger Jahre 13 Nov 2005 11:03 #6592

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Ein altes Saxophon bei dem ich in kurzer Zeit aus Kraftmangel die Klappen des linken und rechten kleinen Fingers nicht mehr zudrücken kann, das scheidet wohl aus. Ich hatte mal ein altes 'The Martin' Alto. Die Applikatur war superschnell bis auf das Gis-Cluster. Das Gis-Cluster passte überhaupt nicht vom Spielgefühl zum Rest der Applikatur. Ich hatte schon alte Keilwerth und Dolnet probiert, die hatten einen schönen Klang, aber das gleiche Problem.
Ich würde gerne mal wissen, ob von euch schon mal jemand ein altes Selmer Balanced Action gespielt hat :evil:
Wächst denn das Gras schneller, wenn man daran zieht?
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Suche den seichten sound der 20-iger Jahre 13 Nov 2005 21:54 #6646

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Der Sound der 20er ist sicher auf jedem gut funktionierenden Sax hinzubekommen. Erst einmal ist es eine Haltung, in der man spielt: nicht so individuell, dem Saxophonsatz angepasst, keine dynamischen Extravaganzen aber eine feine Führung des Tones. Der Klang des Horns ist nicht so entscheidend. Der Schlüssel liegt in Phrasierung, Vibrato, Bending und dem Gebrauch des Tonmaterials.

Die Phrasierung ist meißt ein weiches 'daa'; die Blattschwingung wird kaum unterbrochen, gerade so viel, dass das Anstoßen Effekt zeigt.

Das Vibrato war häufig schneller als in späterer Zeit und gleichbleibend über das gesamte Spiel (im Gegensatz zum Vibrato, dass erst am Ende einer Note erklingt).

Dann wurden die Töne gerne leicht in ihre Tonhöhe gezogen (Bending) oder durch schnelle chromatische Läufe verbunden, so dass die Melodien flüssiger und runder erschienen.

Außer dem schnellen Vibrato sind alle Techniken heute noch gebräuchlich. Zum Klang ist schon Richtiges geschrieben worden. Natürlich sollte man kein offenes Metallmundstück mit hartem Blatt benutzen und der Ansatz ist eher in Richtung eines klassischen.

Die aufgeführten Punkte gelten nicht für jeden 20er-Jahre-Saxophonisten. Es sind aber Anhaltspunkte, die eine ungefähre Richtung vorgeben.
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