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THEMA: Amati-Saxophone

Amati-Saxophone 19 Sep 2013 13:38 #113725

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Als ich zum ersten Mal den Namen "Amati" hörte, dachte ich, das wäre so ein italienischer Kunstname für ein Saxophon eines chinesischen Herstellers. Aber es ist - obwohl man das nach dem Namen nicht vermuten würde - eine tschechische Firma, wie ich mittlerweile weiß. Die Saxophone werden sehr preiswert, um nicht zu sagen billig verkauft: www.amati.co.at/saxofon/tenor/ats_83_p.php
Deshalb dachte ich lange Zeit, das sind "Chinakannen" aus Tschechien. Aber jetzt lese ich immer mehr über Amati und höre, dass sie
1. ursprünglich nach dem 2. Weltkrieg praktisch wie Keilwerth-Saxophone waren, weil mit den Keilwerth-Teilen, Werkzeugen und Leuten gearbeitet wurde
und 2. dass sie qualitativ weit unterschätzt sind, weil sie so billig verkauft werden und man vom Preis auf die Qualität schließt.
Außerdem der Name Amati, der wirklich nicht nach großer Qualität klingt. Gut, das ist ein subjektiver Eindruck. Das kann für andere Leute mehr nach Qualität klingen als für mich.

Es gab wohl auch eine Zeit, in der die Qualität der Saxophone nicht besonders gut war. Aber interessanterweise haben die Amati-Saxophone bis in die 70er Jahre hinein wohl noch sehr den Keilwerth-Toneking-Saxophonen aus den 30er Jahren geglichen, weil sie praktisch baugleich weitergebaut wurden.

Auf jeden Fall scheinen sie interessant zu sein, preiswert und qualitativ durchaus mit teureren Saxen zu vergleichen, wenn man einigen Reviews glauben darf.

Ist ein Amati nun praktisch ein "Toneking" oder nicht? Kennt sich hier jemand damit aus?
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Amati-Saxophone 19 Sep 2013 14:08 #113727

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Hi
Seit wann kann man aus der Namensgebung auf die Qualität schliessen?

Amatis sind m.E. keine schlechten Instrumente, dass man sie nicht so kennt, hängt möglicherweise mit einer nicht so schreierischen Vermarktung wie bei gewissen andern Herstellern zusammen.

antonio
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Amati-Saxophone 19 Sep 2013 14:41 #113729

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Amati ist ein Wort, das klingt wie tausend Pseudomarken von irgendwelchen unbekannten chinesischen Musikinstrumentfabriken, das löst dann die Assoziation bezüglich der Qualität aus. Aber genauso, wie mein Jinbao Straight Alto zwar chinesisch, aber ein qualitativ durchaus gutes Instrument ist, ist diese Assoziation mit Amati natürlich auch Quatsch. Dennoch konnte ich nicht verhindern, sie zu haben. ;)

Amatis können Superinstrumente sein, jemand behauptete sogar einmal, vor dem Klang könnten sich die Selmers verstecken. ;) Keine Ahnung, ob das stimmt, aber auf jeden Fall gibt es offensichtlich eine Qualität bei Amati, die weit über dem Preis liegt, die man für ein Amati bezahlen muss.

Bis jetzt kann ich das noch nicht beurteilen, aber ich habe gerade ein Amati Vintage Tenor gekauft, und bald kann ich mehr dazu sagen. Ich freue mich schon sehr auf das Instrument. Soll einen tollen fetten Vintageklang haben.
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Amati-Saxophone 19 Sep 2013 15:57 #113730

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Unter dem Namen Amati werden eine ganze Reihe Blasinstrumente gefertigt.
Auch Geigen trugen (oder tragen noch heute) den Namen Amati.

Die Instrumente sind in der Qualitität anscheinend sehr unterschiedlich.
Angeblich je später nach dem Krieg, desto schlechter.
Aber auch da gibt es eine Streuung.
Ich habe ein Alto (mit Namen Steyr Austria, entspricht aber dem "Super Classic") und ein Bari "Super Classic".
Beide aus den 80ern, beide haben einen tollen Klang und sind auch vom Lack noch wirklich gut.
Die Intonation ist ganz vernünftig.
Mein Instrumentenmacher meinte, die Amatis haben ein recht weiches Material, daher sind sie nicht so haltbar, wie "Qualitäts"-Saxophone.

Wie es mit den ganz neuen Saxophonen aussieht, weiß ich leider nicht.
Eigentlich ist schon alles gesagt.
Nur noch nicht von allen.
Karl Valentin
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Reeds-Shop

Amati-Saxophone 19 Sep 2013 17:19 #113731

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Da Amati viele Keilwerth-Saxe gebaut hat und immer noch baut, die anerkannt gut sind, ist "Die Amatis" eine zu pauschale Aussage. Selbst ein Instrumentenmacher hat sicherlich nicht Hunderttausende von Amatis in der Hand gehabt.

Grundsätzlich ist Amati ein Instrumentenbauer mit großer, sehr reputabler Tradition, denn es ist ja die Fortführung der großen deutschen Instrumentenbauer wie z.B. Keilwerth usw., die vor dem Krieg alle in Graslitz und dem ganzen Eck da angesiedelt waren. Ein Teil wurde dann notgedrungen nach dem Krieg in Deutschland weitergeführt, sowohl in der DDR als auch in der BRD, aber ein Teil eben auch in der damals noch Tchechoslowakei.

Dass es da durch den Krieg eine Unterbrechung und eine Umstrukturierung gab, heißt ja nicht, dass die tschechischen Instrumentenbauer im Sudetenland dann plötzlich nicht mehr wussten, wie man Instrumente baut. Die haben die Keilwerth-Tradition fortgeführt und zum Teil in derselben Qualität. Dass es dann auch mal Schwankungen gab, ist nachvollziehbar, denn in der Zeit des Kalten Krieges war das alles manchmal nicht so einfach mit Material und so. Kennen wir ja aus der DDR. Hervorragend ausgebildete Leute, aber kein Material.

Allerdings sollen auch die aktuellen Amatis jetzt wieder den Stand der guten alten Instrumente in der Keilwerth-Tradition erreicht haben. Man hört nur Gutes über die Hörner. Zu dem Preis ein echtes Schnäppchen, wie es scheint. Aber persönlich habe ich noch keins in der Hand gehabt. Ich habe ja jetzt ein altes Amati gekauft.

Und ich freue mich wahnsinnig auf den Hammer-Vintagesound. :) Es geht doch nichts über so ein altes Horn mit Persönlichkeit. Ich kann die Freude gar nicht beschreiben, dass ich jetzt so ein tolles Horn bekomme. Davon habe ich nicht einmal zu träumen gewagt.
Letzte Änderung: 19 Sep 2013 17:22 von Saxoryx.
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Amati-Saxophone 23 Sep 2013 08:36 #113751

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Hallo,

ich kenne 3 "Arten" von Amatis:
1. Die alten, die in CZ gefertgt wurden zu sozialistischen Zeiten. Dies sind sehr heterogen und intonieren tw. fragwürdig. Hier hatte ich 60er Jahre Modelle angespielt. ist aber schon her.....
2. Die Instrumente von Amati, die wohl mit dem Label "Keilwerth" verkauft worden sind. Mir sagte man, das wären die ST Modelle gewesen. Da habe ich keine persönliche Erfahrung!
3. Die aktuellen Modelle kenne ich vom Anspielen im jahr 2010/11. das hatte ich ausgiebig Zeit, Altos zu testen. Besonders das silberne Modell hatt es mir angetan. Klang und Intonation: Super. Verarbeitung: Sehr gut. Die Folge dieses rendez-Vous war, dass ich seither nicht mehr auf die Musikmesse gefahren bin, da mir das Geld fehlt für weitere musikalische Investitionen ;-)

Viele Grüße Saxski
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Amati-Saxophone 25 Sep 2013 09:50 #113765

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Hallo,

also ich habe mir vor Kurzem ein gebrauchtes Amati Baritonsax gekauft. es stammt aus der Wendezeit, also Ende 80er, Anfang 90er Jahre.
Ein Topkauf! Gute Intonation, toller Klang und gute Verarbeiitung.
Wie die Streuung bei diesen Instrumenten ist, kann ich jedoch nicht sagen. Ich würde aber durchaus empfehlen, mal Eins auszuprobieren.

Ich bin mit meinem Amati jedenfalls zufrieden und für das Geld hätte ich NIE ein anderes Barisax bekommen... :laugh:

LG

Thomas
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Amati-Saxophone 25 Sep 2013 11:45 #113767

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Mein Amati Baritonsax ist Baujahr 1970, und ich bin mehr als zufrieden damit.

Die alte Lady hat ein paar Dellchen, Kratzer und Flecken, aber sie mag mich und ich sie.

Wir beide passen gut zusammen, auch ohne Tief A.

Gruß Hans
Letzte Änderung: 25 Sep 2013 11:46 von Saxhans.
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Amati-Saxophone 25 Sep 2013 22:28 #113772

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Habe letztes Jahr ein Amati Lignatone Classic (Alt) , Baujahr u, 1957, erstanden. Toko und Johannes haben es hervorragend generalüberholt. Falls der eine oder andere (bitte PM an mich) Interesse hat, ein AMATI anzuspielen, kann ich es zum Saxwelt-WS für Testzwecke mitbringen.

Winz
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Amati-Saxophone 26 Sep 2013 15:49 #113774

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Hallo!
Mich begeistert die neue Bechergravur:

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Da kommt man ja in Versuchung.......
Beste Grüsse
Otto

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