Werkzeuge & Zubehör zur Instrumentenpflege

Stoffstück aus Baumwolle (Bsp.: altes Bettlaken ohne Stoffrand)

Wischer

Schraubendreher

 Mechaniköl

 Silberputztuch oder Mikrofasertuch

 Blätteretui

 Korkfett

 Spiritus


Powder Paper


 

Instrumentenpflege

die Pflege Eures Instrumentes beginnt bereits mit der Art und Weise des Zusammenbauens. Ich empfehle, das Mundstück auf den S-Bogen zu schieben, bevor dieser auf das Saxophon gesetzt wird.

Problem:

Ein nicht gefetteter S-Bogenkork, bzw. zwei verschiedene Mundstückmarken (die Ihr eventuell spielt) mit minimal unterschiedlichen Inndurchmesser erschweren das Aufschieben des Mundstückes. Mit einem größeren Kraftaufwand beim Aufschieben des Mundstückes wird dann der S-Bogen, wenn er bereits auf dem Korpus sitzt, durch eine große Hebelkraft beansprucht.

 

Auch wenn es unglaublich scheint, der S-Bogen kann sich durch zu festes Aufschieben verbiegen.

Ich selbst hatte nun schon einige S-Bögen in der Hand, die nach vielen Einsätzen und alleine durch das Mundstückaufschieben verbogen waren. Das Material hat einfach an den Seiten nachgegeben. Zu merken ist es besonders, wenn man mit den Fingern an den Seitenflächen vorbeifährt und eine Auswölbung zu erkennen ist. Oft passiert das bei älteren Instrumenten, und so eine Biegung kann die Intonation schon wesentlich beeinflussen.

Lösung:

 

Haltet den S-Bogen in der Hand und schiebt dann das Mundstück auf den Kork. Außerdem sollte der Kork immer wieder einmal gefettet werden. Spätestens dann, wenn das Mundstück äußerst schwer aufzusetzen ist und allerspätestens, wenn der Kork beim Aufschieben des Mundstückes quietscht. Und dann erst sollte der S-Bogen auf den Korpus gesetzt werden


 

Ist das Mundstück dann aufgesetzt und der S-Bogen nicht so richtig auf den Korpus zu setzen, muss dafür nicht unbedingt gleich zum Instrumentenmacher gegangen werden.

Problem:

Der ein oder andere hat vielleicht auch schon mal den Zapfen des S-Bogen gefettet. Prinzipiell sollte das nicht nötig sein, kann aber im Zweifelsfall hilfreich sein. Es handelt sich hier um zwei metallene Flächen, die nicht wie bei Korken austrocknen. Meistens setzen sich am Zapfen feinste Schmutzpartikel ab. Da Fettreste zum Beispiel vom Korken oder von den Händen sich auch an den Zapfen absetzen, können sich dort die Schmutzpartikel besonders gut festhalten.

Durch zu festes Reinwürgen des S-Bogens können Klappen verbogen werden, da das Instrument mit den Händen auch dementsprechend kräftiger festgehalten werden muss.

Lösung:

Hier hilft es meist schon auf ein sauberes Baumwolltuch etwas Spiritus zu träufeln, um damit den Zapfen des S-Bogen abzuwischen. Das sollte schon ausreichen, dass der S-Bogen wieder sehr leicht auf den Korpus zu setzen ist.


 

Gerade beim schweren Zugreifen am S-Bogen verstellt sich die S-Bogenklappe mal gerne. Da es sich bei dem folgenden Hinweis nur um eine kleine Einstellungssache handelt, die jeder Spieler bewältigen kann, schreibe ich diesen Punkt hier zum Instrumentenpflegebereich.

Problem:

Das untere Register will einfach nicht mehr richtig ansprechen. Je tiefer Mann/Frau spielen will, die Töne kommen einfach nicht mehr.

Was ist passiert?

Einstellung:

S-Bogenklappe und Mitnehmer müssen richtig eingestellt sein. Spielt das untere Register einfach nicht mehr, wird eventuell die S-Bogenklappe nicht mehr richtig schließen. Vielleicht steht sie sogar richtig sichtbar offen. Weiterhin stellen unterschiedliche Musiker auch ganz individuell den S-Bogen zum Spielen ein, so dass eine Ausrichtung der S-Bogenklappe eine gängige Maßnahme ist.

Lösung:

Die S-Bogenklappe lässt sich mit Leichtigkeit einstellen bzw. biegen. Zwischen Mitnehmer und Klappe

sollte ein Hauch Freispiel sein. Das heißt, wenn Ihr den Oktavdrücker betätigt, sollte ein kleines bisschen Spiel sein (ca. 0,5mm  1mm), bis der Mitnehmer die Oktavklappe berührt.

Steht die Oktavklappe offen, da sie vom Mitnehmer aufgedrückt wird,

muss die Oktavklappe dementsprechend gerichtet werden.

Dazu drückt Ihr die Oktavklappe auf...

...und richtet an dem markierten Punkt die Oktavklappe nach unten.

Tastet Euch langsam heran, Ihr werdet merken, dass gar nicht viel Kraft nötig ist. Es könnte aber auch genauso der umgekehrte Fall auftreten, dass soviel Spiel zwischen Mitnehmer und Oktavklappe ist, dass sie gar nicht genügend aufgedrückt wird. Dann müsst ihr die Oktavklappe in die genaue Gegenrichtung biegen.

Dazu legt Ihr einfach einen Finger unter das Oktavpolster...

...und dann drückt Ihr den Bogen der Oktavklappe in Richtung Korpus.


 

Ein weiterer Punkt zur Instrumentenpflege sind die schmatzenden Polster. Ich denke, die meisten von Euch kennen dieses unangenehme Geräusch.

Reinigen von schmatzenden Polstern.
1:19 Minuten

Problem:

Die Polster schmatzen oder kleben am Tonlochrand. Durch die Feuchtigkeit beim spielen können sich Schmutzpartikel an Polstern und Tonlochrändern wunderbar absetzen. Hinzu kommen, auch wenn es nicht lecker klingt, Essensreste die im Speichel sind. Diese Grundlage in Verbindung mit glatt lackierten Tonlochrändern und den heutzutage oft benutzten imprägnierten Polstern sorgen für dieses unangenehme, schmatzende Geräusch.

Lösung:

Ich empfehle ein Stück Baumwolltuch, zum Beispiel ein altes Bettlaken, von dem der Rand abgeschnitten wird. Dieses legt ihr unter die jeweils schmatzende Klappe und drückt sie zu. Bitte keine Gewalt anwenden. Ein leichter bis mittelstarker Druck reicht völlig aus. Dann zieht Ihr das Baumwolltuch (ohne Rand) heraus. Meist genügt dieser Vorgang, um das Schmatzen und Kleben zu entfernen. Oft seht Ihr dann auf dem Stück Stoff einen grünlich- runden Kreis von beiden Seiten. Das ist der Dreck, der sich auf Polster und Tonlochrand abgesetzt hat.

Sollte das Schmatzen aber noch nicht weg sein, könnt Ihr ganz ganz wenig (bitte wörtlich nehmen) Spiritus auf das Tuch tröpfeln. Allerdings sollte man dies nicht zu oft wiederholen müssen. Achtung, es gibt verschiedene Sorten Spiritus. Der AHK Spiritus ist relativ geruchsneutral und deshalb zu empfehlen. Mit diesem Tuch den Vorgang dann wiederholen.

Wenn es bei einem Auftritt mal schnell gehen muss, gibt es noch die Variante des Powder Papers. Das ist ein mit Puder beschichtetes Papier, welches zwischen Polster und Tonlochrand gelegt wird. Klappe zudrücken, Papier rausziehen und schon schmatzt das Polster nicht mehr. Diese Variante solltet Ihr aber nur im Notfall nutzen. Das Puder setzt sich wie eine Maske auf das Polster. Wird das Powder Paper mehrmals benutzt, kommt immer wieder eine neue Schicht über die alte hinzu, und das Polster wird nicht wirklich sauber. Auch tritt das Schmatzen nach Benutzen des Powder Papers schneller wieder auf.


 

Ich hatte ganz seltene Fälle, bei denen das alles nichts auf Dauer gebracht hatte. Zur dieser Lösung werde ich aber erst später in anderen Rubriken kommen.Aber nicht nur schmatzende Polster können einem Saxophonisten den letzten Nerv rauben. Mindestens genauso best online casino schlimm sind klappernde Mechaniken.

 

 

Die Mechanik wird geölt um Rosten und klappern zu verhindern.
2:11 Minuten

Problem:

Mit der Zeit verfliegt aus den Röhrchen der Mechanik das Öl, so dass die Stahlachsen oder Schrauben an das Metall der Röhrchen schlagen. Für eine schnelle Abhilfe ist es nicht nötig das Instrument auseinanderzubauen. Jedoch sollte dies in geraumer Zeit nachgeholt werden, um die Mechanik ordentlich zu ölen.

Um dieses Problem auf die Schnelle zu lösen, kann man ein sehr dünnflüssiges Mechaniköl verwenden. Ideal ist jedoch ein dickflüssigeres Öl. Für die Benutzung mit dickflüssigem Öl muss das Instrument allerdings zerlegt werden.

Lösung:

  • Es gibt dünnflüssiges säurearmes Öl (GEWA). Oft steht säurefrei darauf, aber säurefreies Öl gibt es meines Wissens nicht.
  • Weiterhin braucht Ihr einen kleinen Schraubendreher.
  • Die Spitze des Schraubendrehers könnt Ihr dann in die kleine Ölflasche eintunken und genau in die kleinen Schlitze zwischen Säulchen und Röhrchen ansetzen.
  • Es gibt dafür auch Mechaniköl in Spritzen. Allerdings ist es schon vorgekommen, dass durch Versehen das Öl ausgespritzt ist und dabei Polster ruiniert hat.
  • Mit einer Schraubendreherspitze hingegen kann die Menge an Öl sehr genau dosiert werden.

 

 

 

 

Weiterhin sollte bei der Pflege Eurer Instrumente selbstverständlich sein, diese nach dem Spielen durchzuwischen. Dazu gehört, dass der Korpus mit entsprechenden Wischern durchgewischt wird, genauso aber auch der S-Bogen und das Mundstück. Das Blatt gehört nach dem Spielen nicht mehr auf das Mundstück, sondern in ein entsprechendes Etui.

 

Ich will hier nicht auf das Zubehör eingehen, dafür gibt es eine andere Rubrik. Weiterhin sollte Euer Instrument auch von außen gereinigt werden. Jeder von Euch sieht selbst am besten, wann es dafür mal wieder Zeit ist.

 

Bei Goldlack reicht es, wenn Ihr ein altes weiches Baumwolltuch nehmt und gut abwischt. Bitte keine Mittel verwenden, wenn Ihr nicht wagt, das Instrument auch auseinander zu bauen. Laufen flüssige Reinigungsmittel in oder an die Polster, dann schadet Ihr dem Instrument nur. Wie man sein Schmuckstück wieder auf Hochglanz bringen kann, folgt unter der Rubrik "Generalüberholung" .

 

Bei einer Versilberung könnt Ihr ebenfalls ein Baumwolltuch verwenden. Ich rate von Silberputztüchern ab, da bei verschiedenen Qualitäten dieser Tücher positive bzw. auch sehr negative Ergebnisse erzielt werden. Allerdings, wer sein Instrument doch mit einem Silberputztuch reinigen möchte, der sollte sich an Mos wenden, die entsprechende Silberputztücher empfehlen kann, die auch zu einem bleibenden positiven Ergebnis führen.

 

Eine Alternative zu Baumwoll- oder Silberputztuch wären Mikrofasertücher, die zur Reinigung von außen gedacht sind. Diese nehmen Fingerabdrücke, besonders bei versilberten Instrumenten, durch leichtes Wischen sehr gut ab.

 

Sollten mir weitere Pflegehinweise einfallen oder aber Eurerseits noch Wünsche offen sein, werde ich sie gerne noch hier mit aufführen. Schreibt mir einfach eine Nachricht. Ansonsten geht es jetzt weiter in der nächsten Rubrik.

 


 

 

 

Kurz vor dem Auftritt, dass Instrument streikt - was nun ...

Wem ist es noch nicht passiert?

Kurz vor dem Auftritt, das Instrument in die Hand genommen, angespielt und schon geht nichts mehr. Jetzt keine Panik, meist ist die Ursache weniger schlimm als erwartet. Die meisten Fehler schleichen sich nach und nach ein und der Spieler merkt schon früh, dass da etwas nicht so gewohnt läuft. Plötzliche Probleme haben meist eine Ursache, die entweder schnell selbst behoben werden kann, oder die durch notdürftige Reparatur zumindest den Auftritt retten kann.

Folgendes sollte stets in Eurem Koffer liegen:

Federhäkchen, Powder Paper, Gummibänder, ein passendes Trillerpolster, ein Stück Baumwolltuch (ohne Rand), Kork, Filz und Kleber, kleine Pinzette. Einiges wurde schon mal angesprochen bzw. zuvor beschrieben. Damit ich nicht zu Vieles wiederholen muss, verweise ich in diesen Fällen auf die entsprechende Textstelle.

 

Problem:

Das Instrument spielt einfach gar nicht los.

Lösung:
Bei der Instrumentenpflege wurde es bereits von mir beschrieben. Der Bogen Eurer S-Bogenklappe kann sich schnell mal durch falsches oder zu festes anfassen verbiegen. Dies passiert gerne mal beim Zusammenbauen. Wie das Problem behoben werden kann, könnt Ihr unter Instrumentenpflege nachlesen.

 

 

Problem: Gis klingt bei mir irgendwie immer wie G, obwohl ich doch Gis greife, hm ...

Lösung:
J
eder kennt das Problem der schmatzenden Polster. Nun die Steigerung von schmatzenden Polstern sind geräuschlose, weil das Polster so sehr klebt, dass die Federkraft es nicht mehr schafft, dass Leder vom Tonlochrand abzudrücken. Auch hierzu findet Ihr schon eine Beschreibung wie das Problem mittels Baumwollstoff bzw. Powder Paper behoben werden kann. In dieser Situation kann ich das Powder Paper empfehlen. Es geht schnell, hält nicht lange auf und verfehlt auch seine Wirkung nicht. Allerdings sollte bei Zeiten das Polster mittels Stoff wieder gereinigt werden.

 

Mehr dazu könnt Ihr unter Instrumentenpflege nachlesen.

 

Problem:

Auf einmal liegt eine Klappe in der linken oder rechten Hand auf dem Tonloch auf, obwohl diese offen stehen soll. Und da, da ist eine Klappe die soll schön geschlossen sein und die wabbelt einfach so herum, hat plötzlich keine Spannung mehr.

 

Lösung:
Die Federn am Saxophon haben sicherlich den Einen oder Anderen schon mehr als einmal leicht verzweifelt. Wenn Klappen nicht mehr offen stehen, so wie sie es sollen, oder geschlossen Klappen plötzlich irgendwie lose sind, dann kann das zwei Federprobleme haben:

 

1. Eine Feder ist ausgehakt:

Fast alle Eure Klappen werden durch Federn geschlossen bzw. offen gehalten. Schaut Euch die betreffende Klappe genau an. Wo ist die Feder? Ist sie hinter einer Federnut eingehängt oder liegt sie einfach frei? Je nachdem ob die entsprechende Klappe offen oder geschlossen sein soll, müsst Ihr nun Eure Feder einhängen. Besonders leicht geht das mit einem Federhäkchen. Ein Bild dazu findet Ihr unter Zubehör. Ihr könnt die Feder auch mit einem Schraubendreher einhängen, ist aber an manchen Stellen sehr schwierig und kann beim Abrutschen Kratzer im Lack verursachen.


2.Eine Feder ist abgebrochen:

Ja, dass ist der etwas unangenehmere Teil. Eine Feder ist auf die Schnelle nicht auszutauschen. Aber mit Hilfe eines Gummibandes ist die gleiche Wirkung zu erzielen und der Auftritt kann überstanden werden. Ihr müsst Euch im Klaren darüber sein, ob die Betreffende Klappe offen oder geschlossen sein muss. So könnt Ihr dann ein Gummiband so an den Säulchen Eures Instrumentes befestigen und an der entsprechenden Klappe einsetzen, dass sie entweder offen oder geschlossen bleibt, aber trotzdem beim Spiel angewendet werden kann. Sicherlich ist der Druck für diesen Auftritt nicht der gleiche, aber Euer Instrument ist spielbar und Ihr seid gerettet.

 



2:10 Minuten

 

Problem:

Ab tief C fangen die Töne an zu rollen.


Dies ist ein relativ oft auftretendes Problem. Meist liegt es an der Schraub-einstellung der Fis-Klappe. An dieser besagten Klappe gibt es die Möglichkeit zwei Schrauben so einzustellen, dass die B-Klappe der linken Hand und die Gis-Klappe geschlossen sind, sobald in der rechten Hand F, E, Fis oder D geggriffen wird. Ist diese Einstellung nicht genau justiert, wirkt sich das besonders im Spiel der teifen Töne aus.

 

Lösung:
Um zu testen, ob die Einstellung zu Gis richtig ist, drückt Ihr die Klappen der rechten Hand mit leichtem Druck zu. Dann drückt Ihr folgend den Gis Drücker, während die rechte Hand gedrückt bleibt. Bewegt sich nun die Gis-Klappe leicht auf, ist die Schraube direkt über der Gis Klappe nicht genügend eingeschraubt. Nun könnt Ihr Euch langsam an die optimale Einstellung heran tasten, indem die Schraube eine viertel Umdrehung weiter reingeschraubt wird. Dies wiederholt Ihr solange, bis Gis geschlossen bleibt, während die rechte Hand die entsprechen Klappen geschlossen hält. Aber Achtung: Die Schraube nicht weiter reindrehen als nötig, denn dann wird sich die Fis Klappe aufdrücken. Die Schraube sollte also eben die Gis-Klappe geschlossen halten. Ihr könnt zwischendurch ja auch als Hilfe immer wieder Euer Instrument anspielen, um zu sehen, ob eine Verbesserung aufgetreten ist.

Die Schraube zur B-Klappe stellt Ihr so ein, dass wenn die F-Klappe der rechten Hand gedrückt wird, die B- Klappe in der linken Hand ebenso schliesst. Sollte dies nicht der Fall sein, dann tastet Euch genauso heran wie mit der Gis-Klappe. Wenn Ihr auch hierbei die Schraube zu weit eindreht, kann wiederum die Fis-Klappe offenstehen, was sie natürlich nicht soll.

 

Problem:
Ein Polster fällt aus der Klappe, oh schi....

Meist passiert das bei den Trillerklappen. Natürlich kann es auch bei anderen Klappen passieren und das jederzeit. Doch ist es meist eine der oberen Trillerklappen und auch hier könnt Ihr Euch wiederum selbst helfen.

Lösung:
Handelt es sich um ein Trillerpolster, ist es kurz vor einem Auftritt wohl der einfachste und auch machbasrte Weg, dass Polster einfach wieder einzukleben. Ihr solltet dabei einen Kleber benutzen der natürlich relativ schnell trocknet. Das Polster wird mit Sicherheit nicht ideal decken, aber wenn Ihr es nahzu gerade einsetzt, zumindest doch schon mal fast ausreichend. Jetzt könnt, oder solltet Ihr, noch ein kräftigeres Gummiband benutzen, um die entsprechende Trillerklappe, die im Ausgangszustand geschlossen ist, noch fester zu schliesssen. Muss diese Klappe beim Spiel benutzt werden, wird dass sicherlich unangenehm schwer sein, aber es funktioniert und der Auftritt kann überstanden werden. Ist eine Klappe im Ausgangszustand geöffnet, kann nach dem gleichen Prinzip vorgegangen werden, allerdings wird beim Spiel diese Klappe doch weitaus kräftiger zugedrückt werden als üblich. Aber auch hier kann das Spiel stattfinden. Nach dem Auftritt kann dann wieder eine Ideallösung hergestellt werden. Diese Selbsthilfe ist für jeden durchführbar, und daher empfinde ich es als sinnvoll, auf jeden Fall das nötige Zubehör stets dabei zu haben.

 

Problem:
Ich packe mein Instrument aus und da liegt doch in meinem Etui ein Stück Kork/Filz!

Jetzt wird langsam etwas kniffeliger. Es muss nun genau untersucht werden wo das Stückchen abgefallen ist. Es könnte auch passieren, dass ein Stück Kork/Filz abfällt ohne, dass Ihr es mitbekommt und das Instrument will auf einmal nicht mehr so richtig. Was also tun?

 

Lösung:
Am besten ist jetzt eine kleine Ecke, wo es etwas ruhiger ist, damit Ihr Euer Instrument hören könnt. Wenn irgendwo ein Stück Kork/Filz abfällt, dann ist auch meist ein metallisches Geräusch zu hören. Das ist dann genau dort, wo Metall auf Metall schlägt. Geht also Klappe für Klappe durch, bis ihr ein ungewohnt lautes, metallisches Geräusch hört. Wenn Ihr diese Stelle findet, könnt Ihr den Fehler meist auch problemlos beheben. Fehlt der Kork irgendwo direkt unter einem Klappenfuss, der dann einfach auf den Korpus aufschlägt wird das Spiel in den meisten Fällen nicht beeinflusst, es entsteht dann nur das unangenehme klappernde Geräusch. Fehlt der Korken an einer Stelle, an der eine weitere Klappe mit zugedrückt wird, kann es zu undichten Stellen kommen, so dass es kaum zu umgehen ist genau dort wieder entsprechendes anzukleben. Das Prinzip ist hier das gleiche einer Schraube. Stellt Euch vor, der Korken/Filz, den Ihr ankleben müsst, ist Eure Schraube. Sprich er darf nur so dick sein, dass die Klappe, die mit runtergedrückt wird, genau schliesst und die Klappe, die man drückt, dann nicht offen steht. Schaut Euch als Beispiel mal in der linken Hand die H-Klappe an. Wenn Ihr diese drückt, schliesst sich auch automatisch die kleine Cis-Klappe. Dies passiert über den langen Steg und genau dort zwischen ist ein kleiner Kork/Filz. Wenn Ihr das System versteht, was es bewirken soll, ist es auch für Euch machbar ein solches Problem kurz vor dem Auftritt zu lösen.

 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 31. Dezember 2015 16:23

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