Die Geschichte des Saxophones
1814 bis Heute
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| B&S Firmengeschichte |
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1901- 1952Oscar Adler fertigt das erste deutsche Saxophon. Im Verlauf der nächsten Jahre bekommt Oscar Adler durch Kohlert und Keilwerth ernstzunehmende Mitbewerber, die die Qualität der Adler Saxophone bald übertreffen. Kohlert und Keilwerth liefern sich einen harten Konkurrenzkampf. In dieser Zeit wurden weitere Instrumentbauwerkstätten gegründet, von denen viele eine recht beachtliche Größe erreichen, aber Kohlert und Keilwerth nicht ernsthaft gefährden können. Dies kann dann schon eher der zweite Weltkrieg. Mit dem Ende des Krieges werden die Firmen enteignet und die Saxproduktion in Deutschland kommt zum erliegen. Die Teilung Deutschlands treibt Keilwerth nach Nauheim und Kohlert nach Winnenden. Während beide bereits 1947/48 die Produktion wieder aufnehmen, wird in der jetzigen DDR in kleinstem Rahmen und unter erschwerten Bedingungen weiter produziert. Doch die politische Einstellung des jungen Landes lässt keinen, oder kaum, privaten Besitz zu, und aus Firmen, die nicht geschlossen werden, entstehen viele verschiedene VEB's.
Aus den letzten Dreien sollte dann 1953 die VEB Blechblas- und Signal-Instrumenten-Fabrik entstehen. Die ansonsten verbliebenen Werkstätten wurden mehr oder weniger freiwillig geschlossen. 1953 - 1973Am 01.01.1953 werden die VEB Sächsische Musikinstrumentenfabrik Klingenthal, VEB Deutsche Signal-Instrumenten-Fabrik Markneukirchen und die VEB Vogtländische Etuifabrik Adorf zur VEB Blechblas- und Signal-Instrumenten-Fabrik. In den 50ern wurden dann die Markennamen Weltklang und B&S entwickelt. Während Weltklang schon damals eine gewisse Popularität hatte, wurde B&S erst viel später ein bekannter Name. Die Qualität der Saxophone im allgemeinen war jedoch nicht besonders berauschend. Man setzte auf günstigste Produktion, um die Saxophone dann auch so günstig wie möglich an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Während es eine Reihe weiterer Modellnamen gab, ist heute wohl nur noch Weltklang in aller Munde. Einigen ist auch noch Luxor bekannt, dessen Modellreihe van Hall von Keilwerth gebaut und an Luxor geliefert wurde. Hier wurden dann die Saxophone mit der eigenen Gravur ergänzt und als Luxor van Hall verkauft. Unter dem Namen Weltklang hat sich das Bariton einen sehr guten Namen gemacht. Das Weltklang Bariton gilt als das beste Saxophon, das in einem VEB gefertigt wurde. Hier wiederum ist das Solist besonders hervorzuheben. Man beschäftigte bis Anfang der 70er Jahre 454 Mitarbeiter. 1974 - 1988 Der VEB B&S wird dem VEB Sonora Holzblasinstrumente Markneukirchen, VEB Spezial- Holzblasinstrumente Markneukirchen und VEB Holzblasinstrumente Schöneck angegliedert. Damit sind sämtliche Saxophonhersteller der VEB B&S untergeordnet worden oder wurden geschlossen. VEB B&S fertigte von 1984 mit der weiteren Angliederung des VEB Sinfonia sämtliche Blas und Signalinstrumente der DDR. Aber auch diese Erweiterung konnte keinen Qualitätssprung bringen. Inzwischen beschäftigte dieser VEB 606 Mitarbeiter. 1989 - heute Mit der Wende 1989 kam auch die Wende für die VEB. Die VEB wurden von der Treuhandgesellschaft verwaltet und diese suchte Investoren für den VEB B&S. Zuvor in den VEB integrierte Firmen wurden, sofern möglich, an die ehemaligen Eigentümer zurückgegeben. Neben vielen Einzelunternehmen gehen die Holzblasinstrumentenfirmen Sonora (Oscar Adler) und Gebr. Mönnig zusammen, es bildet sich die Holzblasinstrumentenbau GmbH Markneukirchen, die auch heute noch Fagotte baut und eine Saxophonreparaturwerkstatt unterhält. Arthur Uebel wird von Kreul übernommen, Hüller wird geschlossen. Aus dem verbleibenden VEB B&S wird die Vogtländische Musikinstrumentenfabrik GmbH. Von nun an konzentriert man sich auf Metallblasinstrumente und Saxophone. Es wird hart an der Qualität gearbeitet, und endlich sind die Möglichkeiten zur Weiterentwicklung gegeben. Diese Möglichkeiten werden genutzt.
1991 wurde dann die Vogtländische Musikinstrumentenfabrik GmbH zu der IMM Musikinstrumenten Manufakturen Markneukirchen. Zu dieser Gruppe gehören inzwischen u.a Meinl, Uebel, Kreul und die berühmte SML aus Paris. Am zweiten April 1994 zog das Unternehmen mit seinen 200 verbliebenen Mitarbeitern in neue Produktionsräume um. Die Qualität der B&S Saxophone sprach sich herum und man konnte sich in kurzer Zeit auf dem Saxophonmarkt etablieren. Man erreichte zwar nicht die Stückzahlen Keilwerths, aber es reichte für einen weltweit anerkennenden Ruf der B&S Saxophone. Nachdem man sich in TA MUSIK zusammenschloss, vereinigte man sich vor kurzem in der JA Musik GmbH mit Sitz im Gewerbepark 13, D-08258 Markneukirchen, Germany.
B&S stellte die Produktion von Saxophonen mit Ablauf des Jahres 2005 vollendst ein. (mit freundlicher Genehmigung von der Firma Ja Musik GmbH Herr Frank König) |
| Last Updated on Monday, 07 September 2009 09:28 |